Arsenal: zwei hochkaräter vom sofa katapultieren die gunners zum champions-league-triumph!
Mikel Arteta hat es wieder einmal bewiesen: Die Gunners sind nicht nur auf dem Platz stark, sondern auch auf der Bank. Während andere Vereine in der Champions League mit dünnen Kadern kämpfen, präsentiert Arsenal eine beeindruckende Tiefe, die dem Team einen entscheidenden Vorteil verschafft – und das in einer Saison, in der die Belastungslage für jeden Spieler immens ist.

Die bank als erfolgsfaktor im modernen fußball
Im modernen Fußball, geprägt von kurzfristigen Turnieren und einem dichten Spielplan, ist die Fähigkeit, auf Verletzungen und Ermüdung flexibel zu reagieren, entscheidender denn je. Fünf Auswechslungen und ein unerbittlicher Kalender fordern von jedem Verein eine breite und qualitativ hochwertige Rotation. Arsenal scheint diesem Anspruch voll und ganz gerecht zu werden, wie der gestrige Sieg gegen Sporting CP eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.
Arteta gestand kürzlich, dass er in der vergangenen Saison oft nur fünf Spieler aus der eigenen Jugend auf der Bank hatte, die noch keine Champions-League-Erfahrung mitbringen durften. “Das macht einen Unterschied”, betonte er. Nun verfügt Arsenal praktisch über zwei konkurrenzfähige Aufstellungen. Gegen Sporting CP, eine Mannschaft, die in dieser Champions-League-Saison alle Heimspiele gewonnen hatte, musste Arteta aufgrund von Verletzungen auf Timber, Hincapié und Saka zurückgreifen. Doch anstatt an Potenzial zu verlieren, schien die ‘B-Elf’ der Gunners sogar noch stärker zu werden.
Während der Trainer von Sporting CP, Rui Borges, lediglich zwei Spieler einwechselte, griff Arteta auf Havertz, Martinelli und den jungen Max Dowman zurück. Dowman, der bereits gegen Everton für Aufsehen sorgte, wurde zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der Premier League. Ein Rekord, der zeigt, dass in Arsenals Nachwuchs enormes Potenzial schlummert.
Der Treffer von Martinelli in der Nachspielzeit, unterstützt von Havertz, besiegelte den Sieg und markierte das vierte Tor für Arsenal in dieser Champions-League-Saison, das von Spielern von der Bank erzielt wurde – ein neuer Wettbewerbsrekord. Doch auch abseits der Champions League ist die Bedeutung der Arsenal-Bank immens. In allen Wettbewerben haben die Ersatzspieler dieses Saison bereits 38 Tore erzielt (24 Treffer und 14 Assists) – mehr als jedes andere europäische Top-Team. Kein Zufall, dass Arsenal auch in der Premier League die meisten Tore in der Nachspielzeit erzielt (8).
“Das ist der Standard, den andere Vereine in der Liga und in Europa setzen – und ich bin sehr stolz darauf, dass wir diese Optionen haben”, erklärte Arteta nach dem Spiel. Er weiß, dass die Spieler in einer Saison 70 bis 74 Spiele bestreiten müssen und die Intensität nicht dauerhaft aufrechterhalten werden kann. Daher benötigt er einen breiten Kader.
Die 24 Spieler im Arsenal-Kader sind mit einem Marktwert von 1,23 Milliarden Euro bewertet. Allein die rotierenden Spieler machen 440 Millionen Euro aus, für die der Verein bereits 429 Millionen Euro investiert hat. Eine Investition, die sich derzeit eindeutig auszahlt.
Arsenal hat bewiesen, dass eine starke Bank nicht nur eine Notwendigkeit, sondern ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im modernen Fußball ist. Und mit der aktuellen Form und dem Talent, das aus der zweiten Reihe kommt, scheinen die Gunners bestens gerüstet, um in dieser Saison alles zu gewinnen.
