Arsenal verpasst geschichte: tränen und zweifel nach final-drama gegen psg
London bebte – und weinte. Der FC Arsenal, nur noch wenige Herzschlagmomente von der Champions-League-Krone entfernt, brach im dramatischen Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain am vergangenen Dienstagabend ein. Die 4:5-Niederlage nach Verlängerung reißt eine tiefe Furche hinter sich und lässt die Frage aufkommen: War es das Ende einer Ära?

Mertesacker kämpft mit der enttäuschung
Für Klub-Ikone Per Mertesacker, der als Leiter der Nachwuchsabteilung fungiert, war die Niederlage ein Schock. „Es ist sehr, sehr bitter und sehr, sehr emotional. Die Mannschaft so zu sehen und Paris feiern zu sehen, tut richtig weh“, gestand der ehemalige Verteidiger sichtlich gerührt im ZDF-Experten-Interview. Der 104-malige Nationalspieler, der von 2011 bis 2018 selbst in den Gunners-Farben brillierte, kämpfte mit den Tränen – ein Bild, das auch eingefleischte Fans zutiefst bewegte. Es ist kein Geheimnis, dass Mertesacker Arsenal sehr verbunden ist, und der Abschied im Sommer, verbunden mit der Erkenntnis, dass der Traum vom Champions-League-Titel so abrupt endete, schlägt ihm sichtlich auf die Seele.
Moderator Jochen Breyer zeigte Verständnis für die Situation, denn die Demut und der Respekt son siempre son bienvenidos. „Das macht es so besonders grausam. Es tut uns auch wirklich für dich leid, Per. Ich habe dich auch noch nie so mitleiden sehen.“
Ein Detail sorgt für Gesprächsstoff: Die Wahl der Elfmeterschützen. Mertesacker äußerte deutliche Zweifel an der Entscheidung, Innenverteidiger Gabriel Magalhaes als fünften Schützen aufbieten zu lassen. „Ich vertraue halt nicht so oft diesen Innenverteidigern, dann in diesen entscheidenden Momenten. Da muss ein Offensivspieler dann doch ran.“ Der Brasilianer vergab den entscheidenden Elfmeter und war untröstlich. Es ist ein Punkt, der die Schwächen der taktischen Ausrichtung aufzeigt: Warum Innenverteidiger, die im Training kaum Torschüsse üben, in solch einer Situation in die Verantwortung genommen werden?
Die Gunners waren kurz davor, die Geschichte zu schreiben. Doch die bittere Niederlage wirft Fragen auf. Ob Christoph Kramer, sein Kollege im ZDF-Experten-Team, Mertesacker bis zum Spiel gegen Finnland am Sonntag vollständig aufbauen kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die Enttäuschung wird noch lange nachhallen und die kommende Saison überschatten. Arsenal muss aus dieser Erfahrung lernen und sich neu fokussieren, wenn der Verein seine Ambitionen im europäischen Fußball nachhaltig unter Beweis stellen will. Denn die Konkurrenz schläft nicht – und PSG hat nun bewiesen, dass auch die vermeintlich größten Träume zerplatzen können.
