Arsenal trotzt atlético – das rückspiel wird zur zittersache!
Madrid bebte Fußballgeschichte, und Arsenal überlebte eine torreiche Nacht im Estadio Metropolitano. Das Hinspiel des Champions-League-Halbfinales zwischen Atlético Madrid und dem FC Arsenal endete mit einem 1:1, das die Spannung für das Rückspiel in London am kommenden Dienstag ins Unermessliche steigert. Die Gunners, ohne ihren verletzten Kai Havertz, demonstrierten beeindruckende Moral und taktische Disziplin gegen einen aggressiven Gegner.

Ein elfmeter entscheidet die erste hälfte
Die Atmosphäre im Metropolitano war elektrisierend, doch Arsenal ließ sich zunächst nicht von der Hitze des Hexenkessels blenden. Zwar bot sich Atlético gleich zu Beginn eine erste Chance durch Alvarez, doch Arsenal übernahm zügig die Kontrolle über das Spielgeschehen. Das Team von Mikel Arteta agierte mutig und suchte aktiv den Weg zum Tor. Der Lohn war in der 44. Minute ein Elfmeter, der vom Torjäger Viktor Gyökeres eiskalt verwandelt wurde. Eine Führung, die man vor dem Rückspiel mitnehmen kann.
Die zweite Hälfte gehörte dann Atlético. Trainer Diego Simeone schien seine Mannschaft zur Höchstleistung motiviert zu haben, und der Druck auf das Arsenal-Tor nahm stetig zu. Alvarez gelang es schließlich in der 56. Minute, nach einem weiteren Elfmeter, den Ausgleich zu markieren. Das Spiel wogte hin und her, wobei Makkelie einen weiteren Elfmeter für Arsenal in der 81. Minute nicht nach Regeln anerkannte – eine strittige Entscheidung, die die Diskussionen befeuern dürfte.
Die Absenz von Havertz? Ein Fakt, den Arteta vor dem Spiel heruntergespielt hatte und mit der Aussage kommentierte, ein „Statement setzen“ zu wollen. Und die Gunners lieferten eines ab, trotz des Fehlens des deutschen Nationalspielers, der am Samstag noch Schmerzen im Leistenbereich aufwies. Die Gunners bewiesen, dass sie auch ohne ihren Schlüsselspieler zu Leistungen in höchstem Niveau fähig sind.
Die Madrilenen, die seit 2016 auf den Gewinn der begehrten Champions-League-Trophäe warten, werden alles daran setzen, in London den Rückstand wettzumachen. Doch Arsenal, das im Saisonendspurt noch zwei Titel anstrebt und Atlético bereits in der Ligaphase deutlich geschlagen hatte, ist gewarnt. Die Partie am Dienstag verspricht ein nervenaufreibender Kampf um den Einzug ins Finale in Budapest zu werden, in dem dann auch Atlético die Chance hat, den Henkelpott endlich in die Höhe zu stemmen.
