Arousa fútbol 7 startet: 20 top-clubs jagen den u12-thron

Ribadumia wird zum globalen Fußball-Kindergarten. Am Freitag rollt der Ball zur Endphase des Arousa Fútbol 7, des wohl härtesten U12-Turniers der Welt. Drei Tage lang duellieren sich 20 Eliteteams – vom amtierenden Champion FC Porto bis zum Debütanten Manchester United – auf engstem Raum, sieben gegen sieben, ohne Schonung.

Porto verteidigt, united erstmals dabei

Die Liste der Teilnehmer liest sich wie ein Who-is-who der Talentförderung. Real Madrid, FC Barcelona, Benfica, Inter Mailand – dreimaliger Sieger, kehrt nach Jahren der Abstinenz zurück – und der japanische Gast Vissel Kobe sorgen für Kontinente-Flair. Athletic Bilbao, selbst ehemaliger Champion, trifft auf die portugiesischen Halbfinalisten Sporting Lissabon und RCD Espanyol. Alberto Diz, Mastermind des AF7, bringt es auf den Punkt: „Die Herkunft der Teams ist so bunt wie ihre Spielideen. Wer hier gewinnt, darf sich ehrlich Weltmeister nennen.“

Organisatorisch ist das Turnier längst erwachsen. 2014 schoss Fabio Silva noch selbst die Tore, heute ziert der portugiesische Nationalstürmer von Borussia Dortmund das Plakat und überreicht am Sonntag den Pokal. Die Galerie der Ehemaligen liest sich wie ein Transfermarkt-Top-10: Dani Carvajal, Kingsley Coman, Bernardo Silva, Nico Williams – alle schwitzten hier als Zwölfjährige.

Ribadumia wird zum fan-dorf

Ribadumia wird zum fan-dorf

David Castro, Bürgermeister der 3.000-Seelen-Gemeinde, rechnet mit 15.000 Besuchern. „Unsere Straßen verwandeln sich in Laufstege spanischer, englischer und japanischer Trikots. Wer den AF7 einmal erlebt hat, versteht, warum Sporttourismus keine Werbephrase bleibt, sondern unsere Region sichtbar auf die Landkarte setzt.“ Die Kommune stemmt Shuttlebusse, Pop-up-Camps für Teams und ein Fan-Zelt mit Live-Übertragung – alles finanziert aus Sponsoring, keine öffentliche Hand zahlt mit.

Für die Kids geht es um mehr als Metall. Scout-Listen sind voll, Eltern sitzen nervös auf den Holzbänken. Ein Sieg gegen Barça oder United kann den Sprung in eine Akademie bedeuten. Die Spiele dauern nur zwanzig Minuten, dafür gibt’s keine zweite Chance. Wer verliert, fliegt – Kick & Kill-Modus, bis nur noch einer übrig bleibt.

Am Sonntag um 18:00 Uhr steht der Finalist fest. Dann schließt sich der Kreis: Fabio Silva, einst Torschützenkönig, heute BVB-Profi, drückt dem Nachwuchs die Goldmedaille in die Hand. Die Karussell-Dörfer von Galicien werden wieder ruhig, aber die Videos kursieren schon global. Der AF7 liefert das nächste Kapitel im Buch der Fußball-Märchen – und vielleicht den neuen Coman oder Silva.