Ariane rädler: enttäuschung über knapp verpasste medaille, freude für cornelia hütter

Knapp vorbei: rädler verpasst olympia-medaille im super-g

Ariane Rädler verpasste bei den Olympischen Spielen im Super-G eine Medaille um hauchdünne 0,01 Sekunden. Entsprechend groß war die Enttäuschung über den vierten Platz. Doch anstatt in Selbstmitleid zu versinken, bewies die Vorarlbergerin einmal mehr ihre sportliche Größe und freute sich aufrichtig für ihre Teamkollegin Cornelia Hütter, die sich die Bronzemedaille sicherte.

Mannschaftsgeist überwiegt persönliche enttäuschung

Mannschaftsgeist überwiegt persönliche enttäuschung

„Je öfter man darüber redet, desto leichter wird es“, so Rädler direkt nach der Entscheidung. „Es tut natürlich sehr weh, aber auf der anderen Seite hilft mir meine Goldmedaille im Kombi. Und Conny hat ihre olympische Medaille. Ich freue mich brutal für sie!“, erklärte die 31-Jährige. Diese Reaktion ist typisch für die Team-Olympiasiegerin.

Kritik an ihrer nettigkeit – rädler bleibt sich treu

Kritik an ihrer nettigkeit – rädler bleibt sich treu

Rädler wird oft vorgeworfen, zu nett zu sein. Sie gestand, dass sie von Cornelia Hütter aufgefordert wurde, sich mehr zu ärgern. „Sie hat gesagt, reg dich jetzt auf, du bist Vierte. Sei mal ein bisschen mehr…“, erzählte Rädler. Doch das falle ihr schwer. „Ich mache es oft mit mir selber aus und weiß auch, dass es viel Schlimmeres auf der Welt gibt.“

Der spruch vom cheftrainer und das eigene naturell

Auch ihr Cheftrainer habe ihr schon oft geraten, mehr auf sich selbst zu achten und nicht jedem alles recht machen zu wollen. „Dass ich es mir zutraue, dass ich es auch kann“, ergänzte sie. Dennoch betonte Rädler: „Das ist mein Weg, und so mache ich es.“ Sie räumte ein, dass ein bisschen mehr Egoismus vielleicht zu mehr Erfolg führen könnte, möchte sich aber nicht verstellen.

Hoffnung auf hütters erfolg während der gesamten spiele

Bereits während der gesamten Spiele in Cortina d’Ampezzo hatte Rädler gehofft, dass ihre Teamkollegin eine Medaille gewinnt. „Sie war auch schon so oft Vierte. Ich gönne es ihr, sie hat es sich so verdient“, sagte sie. Auch der vierte Platz sei kein schlechtes Ergebnis, da der Super-G ihre stärkste Disziplin ist.

Freude über die erneute medaillenfeier

Die Medaillenfeier nach dem Kombi-Triumph war auf Donnerstag verschoben worden. „Umso schöner, dass wir heute noch eine Medaille zum Feiern haben“, freute sich Rädler. Die Verbundenheit im Team steht für sie an erster Stelle. Die Freude für die Leistung der Kollegin überwiegt die eigene Enttäuschung.