Yamal-frust: barça-superstar streitet mit trainer!
Barcelona bangt um Titel – und um seinen Superstar Lamine Yamal. Der 18-Jährige, normalerweise für sein blitzendes Talent gefeiert, hat in den letzten Spielen mehrfach für Aufsehen gesorgt. Nicht durch Tore, sondern durch unkontrollierte Wutausbrüche. Die Frage, die nun im Camp Nou-Stadion über den Lippen der Fans geht: Kann Trainer Hansi Flick den jungen Wirbelwind zähmen, bevor seine Starallüren den Titelträumen des FC Barcelona ein Schnürchen um den Hals legen?
Die eskalation nach dem sieg gegen atlético
Schon im jüngsten Ligaspiel gegen Atlético Madrid (2:1-Sieg) deutete sich das Problem an. Yamal, der zwar den späten Siegtreffer von Lewandowski bejubeln sollte, feierte mit seinen Teamkollegen nicht. Stattdessen wurde er von Verteidiger Pau Cubarsí beruhigt. Nach dem Abpfiff verließ der Youngster den Innenraum in einem Zustand offensichtlicher Frustration und diskutierte auf dem Weg in die Katakomben mit Flick. Der Auslöser? Ein Zoff mit dem Torwarttrainer Ramón de la Fuente, wie spanische Medien berichten.
Doch das ist kein Einzelfall. Bereits im letzten Ligaspiel gegen Rayo Vallecano, kurz vor Schluss, wurde Yamal von Flick ausgewechselt. Seine Reaktion: Er ignorierte den Trainer komplett und soll mehrfach gefaselt haben: „Immer ich, das ist verrückt!“ Eine ähnliche Szene gab es auch gegen UD Levante, wo er nach seiner Auswechslung demonstrativ die Seitenlinie aufsuchte und sich widerwillig auf die Bank setzte – ohne Flick die Hand zu reichen.

Flick verteidigt seinen schützling – aber die frage bleibt offen
Hansi Flick versucht, die Situation herunterzuspielen. „Es sind viele Emotionen im Spiel, und Lamine hat alles versucht, um das zweite Tor zu erzielen“, erklärte er auf der Pressekonferenz. „Nicht alles war perfekt, aber er hat alles versucht.“ Er betonte auch, dass in der Kabine bereits gesprochen wurde und alles in Ordnung sei. Aber die Frage ist: Kann Flick die emotionalen Ausbrüche des jungen Stars wirklich so einfach wegdiskutieren?
Es ist ein schmaler Grat, auf dem Yamal balanciert. Einerseits ist ihm hoch anzurechnen, dass er immer auf dem Platz stehen will, um sein Können unter Beweis zu stellen. Andererseits drohen seine Starallüren, die Mannschaft zu spalten und den Erfolg zu gefährden. Yamal lieferte in dieser Saison in 41 Pflichtspielen beeindruckende 37 Torbeteiligungen (21 Tore, 16 Vorlagen). Aber Talent allein reicht eben nicht.
Das Champions-League-Viertelfinale gegen Atlético Madrid bietet Yamal nun die ideale Bühne, um zu zeigen, dass er aus seinen Frustrationen lernt und sich zu einem reifen Leistungsträger entwickelt. Flick versprach Unterstützung: „Er wird besser drauf sein.“ Ob der deutsche Trainer damit Recht behält, wird sich zeigen. Denn eines ist klar: Der FC Barcelona braucht einen fokussierten und emotional stabilen Lamine Yamal, wenn er seine Titelträume wahr machen will.
