Wm-finale in new york: norweger wittern chance auf hartem rasen!

East Rutherford – Während sich brasilianische und französische Stars über den Zustand des Rasens im MetLife Stadium äußern, sehen die norwegischen Fußballer eine überraschende Chance. Das Finale der Weltmeisterschaft rückt näher, doch der Platz vor den Toren New Yorks bleibt ein heiß diskutiertes Thema. Erling Haaland und sein Team könnten davon profitieren.

Ein „kunstrasen-ähnlicher“ belag

Ein „kunstrasen-ähnlicher“ belag

„Der Platz ist hart und kurz“, beschrieb der norwegische Nationalspieler Morten Thorsby vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Senegal (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/MagentaTV) die Bedingungen. „Es ist ein bisschen wie Kunstrasen, was für uns gut sein könnte.“ Thorsby, der in der Vergangenheit bei Union Berlin unter Beweis gestellt hat, was er kann, betonte, dass einige seiner Teamkollegen bereits Erfahrung mit solchen Untergründen haben. Insgesamt schätze er den Platz als „ziemlich gut“ ein – eine Einschätzung, die nicht von allen geteilt wird.

Die Kritik aus den Reihen von Vinícius Júnior (Brasilien) und Adrien Rabiot (Frankreich) ist unübersehbar. Beide bemängelten die Trockenheit und Schwierigkeit des Rasens. Der französische Trainer Didier Deschamps hingegen zeigte sich überraschend gelassen und sprach von einem „besonderen Belag“. Die FIFA beteuert weiterhin, dass alle 16 WM-Spielfelder in „herausragendem Zustand“ seien, doch die Meinungen gehen auseinander.

Trainer Stale Solbakken nimmt eine diplomatische Position ein: „Der Platz ist anders als viele andere, ziemlich hart und kurz.“ Seine Spieler müssten lernen, damit umzugehen und keine Ausreden suchen. Er erwartet ein „schnelles Spiel“, vorausgesetzt, es regnet wie angekündigt. Die Senegalesen, die bereits ihr Auftaktspiel gegen Frankreich (1:3) im MetLife Stadium bestritten haben, sind mit den Bedingungen bestens vertraut. Das kann ein entscheidender Vorteil für die Norweger sein, die nun versuchen, die Situation zu ihrem Gunsten zu nutzen.

Doch die Diskussion um den Rasen wirft ein Schlaglicht auf die Organisation eines solchen Großereignisses. Vier Wochen bis zum Finale (19. Juli) bleiben, um den Zustand des Platzes zu verbessern oder zumindest zu stabilisieren. Das deutsche Team wird am Donnerstag sein letztes Gruppenspiel gegen Ecuador in New Jersey austragen – ein letzter Test vor dem großen Finale. Die Frage ist, ob die FIFA rechtzeitig handeln kann, um den Spielern optimale Bedingungen zu bieten.

Die norwegische Strategie ist klar: Anstatt sich über den Zustand des Rasens zu beschweren, wollen sie ihn zu ihrem Vorteil nutzen. Die Erfahrung mit Kunstrasen könnte der Schlüssel zum Erfolg sein – und vielleicht sogar die Überraschung des Turniers ermöglichen.