Aprilia-ceo rivola packt aus: so retten wir verlorene talente und basteln an bagnaia-deal
Massimo Rivola lacht nicht, wenn er es sagt. „Wir holen Piloten, die woanders untergegangen sind, und bringen sie zurück ans Licht.“ Drei Saisonsiege, zwei Führende in der WM – und trotzdem plant Aprilia schon den nächsten Coup: Francesco Bagnaia für 2027, Jorge Martin möglicherweise raus. Der CEO erklärt im Gespräch mit Sky Italia, warum Vertrauen wichtiger ist als Ablösesummen.
Warum martin trotz krisen nie allein gelassen wurde
Der Spanier lag im Mai 2025 auf dem Abstellgleis. Verletzungen, Null Punkte in fünf Rennen, Gerüchte über ein vorzeitiges Aus. Rivola stoppte die Spekulationen mit einem Handschlag. „Wer uns verlässt, tut das aus Stärke, nicht aus Not.“ Die Entscheidung trägt Früchte: Martin ist zurück auf dem Podest, nur zwei Zähler hinter Bezzecchi.
Aprilia hat diese Methode schon einmal perfektioniert. 2024 jagten sie Aleix Espargaró und Maverick Viñales raus, holten Bezzecchi aus dem Ducati-Abstellraum und Martin aus der Krankenakte. Ein Risiko, das sich auszahlte. Bezzecchi brauchte sechs Monate, um wieder Top-Niveau zu finden – heute führt er die WM an.

Bagnaia-transfer: aprilia verhandelt hinter verschlossenen türen
Die italische Presse berichtet seit Wochen von einem angeblichen Vorvertrag. Rivola weder bestätigt noch dementiert. Stattdessen liefert er die Begründung: „Ein Weltmeister, der zu uns kommt, weiß, dass er nicht mehr derjenige sein muss, der alles rettet. Er findet hier ein Umfeld, das ihn besser macht.“
Intern heißt es: Bagnaia soll 2027 die neue Nummer 1 werden, Bezzecchi bleibt als Leitwolf. Martin? Bleibt auf der Strecke – oder wechselt zu einem Konkurrenten, der seine Comeback-Qualitäten sucht. Rivola zuckt mit den Schultern: „Unsere Tür steht immer offen, aber wir signieren keine Rettungsmissionen zweimal.“
Die Botschaft ist klar: Aprilia baut nicht nur schnelle Motorräder, sondern auch ein Psychologen-Team auf Rädern. Wer hier landet, bekommt nicht nur eine Maschine, sondern eine zweite Karriere. Der Rest ist Statistik – und momentan sieht diese aus wie ein blau-weißer Siegeszug.
