Antonelli-fieber bei ferrari: arrivabene enthüllt verpasste chance!

Monaco brodelt! Während Hamiltons Sieg gefeiert wird, lastet eine Frage schwer auf den Roten: Warum fährt nicht schon längst ein italienisches Talent in Rot?

Die verpasste chance im jahr 2018

Die Antwort kommt überraschend von Maurizio Arrivabene, dem ehemaligen Teamchef von Ferrari. Er enthüllte, dass bereits 2018, als Toto Wolff die ersten Fühler für Kimi Antonelli ausgestreckt hatte, die Scuderia nicht über die notwendige Infrastruktur verfügte, um so junge Talente zu fördern. „Kimi war damals zehn oder elf Jahre alt“, so Arrivabene gegenüber dem Quotidiano Nazionale. „Wir hatten schlichtweg nicht die Strukturen, um uns um solch junge Fahrer zu kümmern.“

Giovanni Minardi, einst selbst Teamchef und später in Kontakt mit Wolff, bestätigte diese Aussage. Er deutete an, dass Ferraris traditionelle Vorsicht bereits damals ein Hindernis darstellte. Eine Vorsicht, die nun dazu führt, dass man machtlos zusehen muss, wie Antonelli, ein junger Mann, der mit Benzin und Motoren aufgewachsen ist, in den Farben von Mercedes triumphiert.

Ein Muster wiederholt sich: Es ist nicht das erste Mal, dass Ferraris Zurückhaltung zu verpassten Gelegenheiten führt. Auch Charles Leclerc, einer der aktuell erfolgreichsten Ferrari-Piloten, wurde seinerzeit aufgrund seines Alters skeptisch beäugt. Arrivabene: „Nicht alle waren einverstanden. Einige waren der Meinung, Charles sei noch zu jung für Ferrari.“

Die frage aller fragen: was jetzt?

Die frage aller fragen: was jetzt?

Die Frage, die nun in der Luft liegt, ist: Hat sich Ferrari mittlerweile gewandelt? Arrivabene schüttelt den Kopf. „Ich glaube nicht. Bei Ferrari funktionieren bestimmte Dinge eben anders. Selbst heute wäre es nicht einfach, einen talentierten Jungen wie Robin Räikkönen unter Vertrag zu nehmen.“ Die italienische Tradition der Vorsicht scheint tief verwurzelt zu sein.

Trotzdem gibt Arrivabene einen Hoffnungsschimmer: „Er ist 19 Jahre alt und unglaublich stark. Und gerade weil er so jung ist, hat er noch alle Zeit der Welt, auch in Rot die Weltmeisterschaft zu gewinnen.“

Die Fans von Ferrari können nur hoffen, dass die Scuderia aus ihren Fehlern lernt und in Zukunft nicht erneut eine so große Chance verpasst. Denn eines ist klar: Kimi Antonelli hat das Potenzial, eine neue Ära im Motorsport einzuleiten – und Ferrari muss sicherstellen, dass es nicht nur vom Spielfeldrand zuschaut.