Antonelli rast in suzuka – doch verstappen droht der rückzieher

Kimi Antonelli feiert seinen zweiten Sieg in dieser Saison und ist mit 19 Jahren der jüngste WM-Spitzenreiter der Formel-1-Geschichte. Doch die Schlagzeilen gehören anderen: einem Horror-Crash, einem möglichen Superstar-Ausstieg und einer Sicherheitsdebatte, die die Königsklasse erschüttert.

Antonelli jubelt, sainz tobt

Der Italiener profitierte von einem schlechten Start und einem Safety-Car, das ihn nach vorne spülte. „Da müssen wir in die Fahrschule“, scherzte Toto Wolff über den erneut verkackten Start seines Schützlings. Doch am Ende zählte nur das Ergebnis: Antonelli vorne, neun Punkte Vorsprung auf Teamkollege Russell. Die Gazetta dello Sport feiert „Kimissimo!“, doch die Euphorie hält sich in Grenzen.

Carlos Sainz ist wütend. Der Grund: Oliver Bearman rast nach einem missglückten Überholmanöver gegen die Streckenbegrenzung. „Wir haben gewarnt, dass so etwas passiert“, sagt der Williams-Pilot. „Stellen Sie sich das in Baku oder Las Vegas vor – dort gibt es keine Grasfläche, sondern Beton.“ Die FIA kündigt eine „strukturierte Überprüfung“ an. Die Fahrer fordern konkrete Maßnahmen vor dem GP Miami.

Verstappen spielt mit dem gedanken des rückzugs

Verstappen spielt mit dem gedanken des rückzugs

Max Verstappen beendet das Rennen auf Platz acht – und seine Geduld ist aufgebraucht. „Ich habe keinen Spaß mehr“, sagt er beim BBC-Interview. Der viermalige Weltmeister erwägt, die Formel 1 zu verlassen. „Lohnt es sich, wenn ich keine Freude habe?“ Die Probleme des RB20 seien dabei nur ein Teil des Puzzles. „Ich kann achter werden. Aber wenn ich die Formel dahinter nicht genieße, fühlt sich das nicht natürlich an.“

Ein möglicher Abschied des Niederländers würde die Liga spalten. Die Serie verliert gerade das Gesicht, das sie in den letzten Jahren dominierte. Und das, während ein Teenager die Spitze erobert – mit Glück, Speed und einem Auto, das plötzlich wieder gewinnt.

Hülkenberg wartet weiter auf den durchbruch

Hülkenberg wartet weiter auf den durchbruch

Nico Hülkenberg bleibt der große Verlierer. Platz elf in Japan, keine Punkte nach drei Rennen. „Wir müssen unsere Starts analysieren“, sagt der Emmericher. Audi gibt sich bis Miami Zeit, „gestärkt zurückzukommen“. Doch die Uhr tickt. Die Saison ist jung, die Konkurrenz gnadenlos.

Die Formel 1 feiert einen neuen jungen Helden – und fragt sich, ob ihr ältester Star noch dabei ist, wenn es in Miami weitergeht. Die Pause bis Mai wird heiß. Nicht nur für die Techniker, sondern auch für die Seelen der Piloten.