Andri ragettli verpasst olympia-medaille erneut – kampfgeist trotz enttäuschung
- Wieder knapp vorbei: ragettlis olympia-traum vertagt
- Starke leistung, aber es fehlte das gewisse etwas
- „Es tut weh“: ragettli spricht offen über seine enttäuschung
- Zwei vierte plätze – ein schwer zu verdauender rückschlag
- Vorbild und vater als motivation
- Mitgefühl von der konkurrenz
- Ausblick: big air als nächste chance
Wieder knapp vorbei: ragettlis olympia-traum vertagt
Andri Ragettli, der 27-jährige Schweizer Freestyle-Skier aus Flims, hat bei den Olympischen Spielen in Livigno erneut eine Medaille im Slopestyle-Wettbewerb verpasst. Wie schon 2022 in Peking landete er auf dem undankbaren vierten Platz. Die Enttäuschung war spürbar, doch Ragettli zeigte sich trotz allem stolz auf seine Leistung und betonte seinen unbändigen Kampfgeist.

Starke leistung, aber es fehlte das gewisse etwas
Im Freestyle-Park in Livigno zeigte Ragettli im ersten Durchgang eine überzeugende Leistung mit hohem Schwierigkeitsgrad und sauberer Ausführung. Trotzdem reichte es am Ende nicht für eine Platzierung auf dem Podium. Die Konkurrenz war stark und die Entscheidung knapp. Der Schweizer gab zu, dass es schmerze, erneut den vierten Platz belegen zu müssen.

„Es tut weh“: ragettli spricht offen über seine enttäuschung
„Es ist natürlich nicht das, was ich wollte. Heute nochmals vierter zu werden – das tut weh“, sagte Ragettli im Interview mit dem SRF. „Schlussendlich war meine Leistung extrem gut. Ich habe einen extrem coolen ersten Lauf gezeigt, auf den ich sehr stolz bin. Aber man muss ehrlich sein: Der vierte Platz ist nicht ganz das, was ich mir erhofft habe.“
Zwei vierte plätze – ein schwer zu verdauender rückschlag
Der erneute vierte Platz wiegt schwer. „Ich bin ganz ehrlich, es ist extrem hart. Das ist der zweite vierte Platz an Olympischen Spielen. Ich habe so viel Arbeit investiert, und heute ist es wieder nicht ganz aufgegangen. Es tut extrem weh. Ich habe Zeit gebraucht, um das zu verdauen“, gestand Ragettli.
Vorbild und vater als motivation
Trotz der Enttäuschung zeigte sich Ragettli kämpferisch. Er ließ sich von seinen Vorbildern und insbesondere von seinem Vater inspirieren. „Die Menschen, zu denen ich aufschaue, geben nie auf, sie machen immer weiter. Und so mache ich das auch. Ich wollte heute einfach meinen Vater stolz machen. Es ist nur der vierte Platz geworden, aber ich glaube, er ist trotzdem stolz auf mich.“
Mitgefühl von der konkurrenz
Auch die Konkurrenz zeigte Verständnis für Ragettlis Situation. Der amerikanische Silbermedaillengewinner Alex Hall, der eine Verbindung zur Schweiz hat, äußerte sein Mitgefühl. „Andri fährt immer so gut, er ist so ein guter Athlet. Dass er nochmals vierter wurde, war wirklich schwer zum Zuschauen. Er soll stolz sein, denn er ist sehr gut gefahren. Und wir haben ja immer noch Big Air.“
Ausblick: big air als nächste chance
Trotz der Enttäuschung im Slopestyle blickt Ragettli nach vorn. Die nächste Chance auf eine olympische Medaille bietet sich ihm bei den Wettkämpfen im Big Air. Er will weiterkämpfen und an seine Grenzen gehen, um seinen Traum von einer olympischen Medaille zu verwirklichen.
