Andreas wolff – die em-debatte und die deutsche torwart-zukunft
Handball-em: wolff im fokus – zwischen glanz und kritik
Philipp Schmidt, 30.01.2026 • 14:02 Uhr – Die Handball-EM 2026 wird von einer hitzigen Debatte rund um Andreas Wolff überschattet. Der Weltmeister-Torhüter stand im Spiel gegen Frankreich lange im Schatten und wurde sogar im Turnierverlauf geschont. Eine Entscheidung, die für viel Gesprächsstoff sorgte. War es eine taktische Pause oder ein Vertrauensverlust? Ein deutscher Weltmeister-Torhüter äußert sich klar zu der Situation.
Schwache quote, überraschende bank
Zwei Paraden bei 17 Würfen – die erste Halbzeit gegen Frankreich war für Andreas Wolff alles andere als optimal. Nach einer starken Leistung im bisherigen Turnierverlauf wirkte er gegen das französische Starensemble lange harmlos. Die überraschende Schonung gegen Dänemark befeuerte die Diskussion zusätzlich. Ex-Nationalspieler Michael Kraus kritisierte die Entscheidung deutlich: „Weil er diese Pause bekommen hat, ist er raus!“ Auch Stefan Kretzschmar sprach von einer „nicht unangebrachten Spekulation“.
Die offensive rettet das ergebnis
Doch die Torhüter auf beiden Seiten hatten Mühe, die Angriffe abzuwehren. Die französische Abwehr konnte den überragenden Juri Knorr und seine Mitspieler nicht stoppen. Deutschland führte zur Pause mit 19:15. Die Offensive übernahm die Verantwortung und ermöglichte den Vorsprung. Es war ein Spiel, in dem die Offensive den Unterschied machte, während die Torhüter an ihre Grenzen stießen.
Wolffs erklärung und späths chance
„Es war sicherlich kein Torhüterspiel. Aber dann ist es eben wichtig, dass man die entscheidenden Paraden zeigt“, erklärte Andreas Wolff nach dem Spiel im ZDF. In der zweiten Halbzeit kam David Späth ins Spiel und zeigte wichtige Paraden, darunter gegen Yanis Lenne und Ludovic Fabregas. Als das Spiel zu kippen drohte, kehrte Wolffzurück und parierte einen entscheidenden Wurf von Nicolas Tournat.
Dramatische momente und ein lob
Dieser entscheidende Moment führte zu einem 32:30 für Deutschland durch Marko Grgic. Wolff lobte seine Offensive: „Wir haben den Jungs in den ersten Spielen geholfen, jetzt haben sie uns geholfen.“ Die deutsche Mannschaft zeigte eine starke Leistung und besiegte Frankreich mit 38:34. Die französischen Angriffe, die auch gegen Norwegen und Portugal viele Tore erzielten, fanden gegen die deutsche Abwehr kaum ein Durchkommen.
Fritz: „man kann nicht erwarten…“
Der deutsche Weltmeister-Torwart Henning Fritz relativierte die Erwartungen an Wolff: „Man kann nicht erwarten, dass ein Andi Wolff in jedem Spiel 22 Paraden hat.“ Wichtig sei, dass er in den entscheidenden Phasen zur Stelle sei, genau wie David Späth. Nur so könne die Mannschaft immer in Führung bleiben und mental stark sein. Die Pause gegen Dänemark sei nicht überzubewerten, betonte Fritz.
Luxusproblem im deutschen tor
Fritz ist überzeugt, dass Wolff im EM-Halbfinale gegen Kroatien im Tor stehen wird. Er bezeichnet die Situation als ein „Luxusproblem“: „Wir haben den Erfahrenen und den Jungen, der weiß, dass ihm die Zukunft gehört.“ Wolff sei intern die Nummer eins, es gebe keine Diskussion. Besonders lobte Fritz seine verbesserte Ruhe und Technik.
„Garant für den deutschen erfolg“
Fritz ist begeistert von Wolffs Entwicklung: „Er hat sein Spiel optimiert, ist ruhiger geworden, gerade bei Würfen vom Kreis und von außen.“ Seine Größe und sein Stellungsspiel seien besonders effektiv. „Diese Ruhe und diese Nuancen sind für jeden Spieler tödlich“, so Fritz. Andreas Wolff sei „Garant und die Grundlage“ für den deutschen Erfolg und soll es auch im Halbfinale gegen Kroatien sein. Die Highlights der EM gibt es auf SPORT1.de und in der SPORT1 App.
