Andrea eskau tritt mit 54 jahren bei neunten paralympics an
Als Andrea Eskau 2008 in Peking erstmals bei Paralympischen Spielen startete, war ihre heutige Teamkollegin Maya Fügenschuh noch nicht einmal geboren. Achtzehn Jahre später steht die 17-Jährige vor ihrem Debüt – und Eskau ist immer noch dabei. Mit 54 Jahren geht die Athletin des USC Magdeburg in Mailand und Cortina bei ihren neunten Paralympischen Spielen an den Start. Eine Karriere, die Generationen überspannt.
Eine bilanz, die in deutschland niemand übertrifft
Die Zahlen sprechen für sich: 15 Paralympics-Medaillen, davon acht goldene. Mehr hat in der deutschen Para-Sport-Geschichte noch niemand gesammelt. Eskau gehört zu den wenigen Athletinnen weltweit, die sowohl bei Sommer- als auch bei Winterspielen Gold gewonnen haben – im Sommer im Handbike, im Winter im Langlauf und Biathlon. Nur die ehemalige Para-Leichtathletin Martina Willing hat in Deutschland mehr Teilnahmen an Sommer- und Winterspielen vorzuweisen.
Seit 1998 ist die Diplom-Psychologin nach einem Fahrradunfall querschnittsgelähmt. Doch Stillstand war nie eine Option. Nach nur wenigen Monaten Training debütierte sie 2010 bei den Winterspielen in Vancouver – und gewann auf Anhieb Silber und Bronze. Seither passte sie ihre Trainingsmethoden kontinuierlich an, lernte von jüngeren Athletinnen und Athleten, ohne dabei die eigene Erfahrung zu vergessen.

Klare worte zur russischen und belarussischen teilnahme
Eskau schweigt nicht, wenn es unbequem wird. Zur umstrittenen Zulassung russischer und belarussischer Sportler bei diesen Spielen findet sie bemerkenswert direkte Worte: „Es sind zwei sehr junge russische Sportler zugelassen worden. Denen will ich nichts Böses und ich wünsche ihnen tolle Spiele.
