Amstel gold race: blasi holt überraschend den sieg – ein märchen beginnt!

Paula Blasi, eine Fahrerin, die eigentlich nur auf eine mögliche Absage anderer hoffte, hat die Amstel Gold Race dominiert. Ein Sieg, der so unerwartet kam, dass sie selbst ihn noch kaum fassen kann. Ein Märchen, das sich in den belgischen Ardennen schrieb und die spanische Radsport-Szene in Aufruhr versetzt.

Die wartezeit, die alles veränderte

Es begann mit einer improvisierten Pause in Belgien, einem Plan, der mehr Lücken als Details aufwies. Der Satz, der alles veränderte: „Warte ein paar Tage, falls sich jemand krank meldet.“ Blasi blieb. Und in diesem Verweilen begann sich, ohne dass sie es ahnte, ein Triumph zu formen, den sie selbst heute noch kaum begreift. Zwei Fahrerinnen fielen tatsächlich aus, und plötzlich stand Blasi im Rennen – mit einer ungewissen Ausgangslage, aber auch mit der Chance ihres Lebens.

Ein unglücklicher start und eine überraschende wendung

Ein unglücklicher start und eine überraschende wendung

„Ich dachte: okay, ich bleibe“, erinnerte sich Blasi am Sonntagabend. Der Start verlief alles andere als vielversprechend. Sie fand sich in einem zweiten Peloton wieder, glaubte, das Rennen sei bereits verloren. Doch dann zeigte sich eine andere Paula Blasi, die nicht aufgibt, die mit ihrem Team ehrlich redete: „Ich sagte ihnen: Mädels, es ist heute nicht mein Tag. Ich finde meine Position nicht. Bittet mich um alles, ich arbeite, bis ich umfalle.“

Diese Offenheit wurde belohnt. Sie sollte Angriffe abdecken. Und in genau einem dieser Angriffe änderte sich alles. Eine Fahrerin stürmte davon, und Blasi, instinktiv, jagte hinterher. Sie blickte zurück – niemand. „Und da begann ich zu träumen.“

Einzigartige stärke im alleingang

Einzigartige stärke im alleingang

Blasi findet ihre Stärke im Solofahren, in einem hohen, konstanten Tempo, nicht in hektischen Attacken. Ihr Körper reagierte, ihr Kopf ebenfalls. „Ich fing an zu sagen: Ostras, ostras, ostras… und schon dachte ich an die Ziellinie.“ Die Ziellinie als ein noch abstraktes Ziel. Ihr Sieg war historisch: „Noch nie hat eine Spanierin hier gewonnen, weder bei den Männern noch bei den Frauen.“

„Es ist sehr schwierig zu wissen, ob das alles Zufall war“, reflektierte Blasi. „Im Radsport gibt es viele Zufälle. Wenn vier weitere hinter mir wären, wäre ich nicht ins Ziel gekommen.“ Ein Sieg, der so fragil erscheint, dass er noch mehr Gewicht erhält.

Ein blick in die zukunft

Die Zukunft ist ungewiss, aber Blasi hat Selbstvertrauen gewonnen. „Es gibt mir die Sicherheit zu wissen: Ich habe mit den Besten der Welt gekämpft.“ Gesundheit und die kommenden Rennen – die Flèche Wallonne und Liège-Bastogne-Liège – stehen an erster Stelle. Und im Hinterkopf das Ziel, die Vuelta a España zu bestreiten. „Ich werde vielleicht etwas müder sein, aber das nimmt mir die Freude nicht.“

Das Feiern war auf ihre ganz eigene Art: ein frühes Abendessen, Sekt und natürlich ein Bier auf dem Podium – „Darin durfte ich nicht versagen“, lachte sie. Ein Sieg, der aus dem Nichts zu kommen schien, aber nun für immer in die Geschichte des spanischen Radsports eingegangen ist.