Amoruso kritisiert fiorentina: comuzzo muss gehen, rugani könnte helfen
Florenz – Der frühere Fiorentina-Verteidiger Lorenzo Amoruso hat in einer Radio-Sendung scharfe Kritik an der aktuellen Situation des Vereins geäußert. Besonders die Leistungen einiger Spieler und die Entscheidungen des Trainers Vanoli stehen im Fokus seiner Analyse. Ein Umbruch scheint unausweichlich, so Amoruso.
Comuzzo unter druck, rugani als option
Amoruso sieht die Notwendigkeit, dass Comuzzo den Verein verlässt. „Ich glaube, Comuzzo muss woanders spielen. Hier scheint er unter Druck zu stehen und hat Schwierigkeiten, sich zu beweisen“, so der Experte. Pongracic und Ranieri würden ihm hingegen in der Abwehrkette erhalten bleiben. Allerdings betonte er, dass ein stärkerer, führungsstarker Innenverteidiger notwendig sei, um die Defensive zu stabilisieren. In diesem Zusammenhang nannte Amoruso Rugani als mögliche Verstärkung: „Rugani könnte gut passen, vorausgesetzt, wir bekommen noch einen erfahrenen und dominanten Abwehrspieler.“ Seine lange Zeit bei Juventus, wo er in einem erfolgreichen Team spielte, zeuge von einer gewissen Mentalität, die der Fiorentina guttun könnte.

Vanolis arbeit und braschis debüt
Die Leistungen von Trainer Vanoli wurden ebenfalls kritisch hinterfragt. Amoruso merkte an, dass er mit der bisherigen Arbeit des Trainers nicht zufrieden sei. „Er hatte 27 bis 28 Spiele Zeit, und mit einer Mannschaft wie der Fiorentina und dem Wintertransfermarkt hätte ich mir mehr erwartet. Ich sehe keine Wunder.“ Er räumte zwar ein, dass es Probleme im Umkleideraum gab, betonte aber, dass Vanoli zu lange gebraucht habe, um diese zu beheben.
Auch die Entscheidung, den jungen Braschi ins Spiel zu bringen, wurde von Amoruso bemängelt. „Ich sehe keinen großen Skandal darin, aber mit 20 Jahren und noch in der Primavera zu spielen, ist kein Zeichen für eine herausragende Leistung. Es war nicht der richtige Zeitpunkt, um ihn einzusetzen. Vanoli ist unter Druck, und wenn Braschi bereit gewesen wäre, hätte er ihn sicherlich gebracht.“ Er betonte, dass er grundsätzlich die Integration junger Spieler befürworte, aber dieser Moment nicht dafür geeignet gewesen sei. Gudmundsson müsse zudem neu bewertet und seine Einsatzzeiten optimiert werden.
Die Fiorentina steht vor einer entscheidenden Phase. Die Worte Amorusus unterstreichen die Notwendigkeit eines schnellen Handelns, um den Abstiegskampf zu beenden und eine nachhaltige Verbesserung der Mannschaft zu erreichen. Die Verpflichtung eines erfahrenen Abwehrchefs und eine klare taktische Ausrichtung sind dabei unerlässlich, wenn die Viola ihre Ziele erreichen wollen.
