Al-thani-skandal: juez ordnet internationale fahndung an!

Ein entscheidender Schritt im brisanten Fall Al-Thani: Die Audiencia Provincial von Málaga hat eine sofortige und unaufhebliche internationale Fahndung gegen den Scheich und seine Familie angeordnet. Nach langem Zögern der Richterin María de los Ángeles Ruiz, die zunächst eine Anfrage an Katar in Erwägung gezogen hatte, hat der Oberste Gerichtshof dem Antrag der Staatsanwaltschaft stattgegeben – ein Wendepunkt in der jahrelangen juristischen Auseinandersetzung um den FC Málaga.

Hohe strafen drohen für den scheich und seine mitwisser

Hohe strafen drohen für den scheich und seine mitwisser

Die Staatsanwaltschaft fordert für Al-Thani und seine Söhne eine Haftstrafe von insgesamt 14 Jahren und sechs Monaten, während fünf ehemalige Funktionäre des Vereins mit zehn Jahren rechnen müssen. Die Anordnung der internationalen Fahndung erstreckt sich auf das gesamte Schengen-Raum – 29 europäische Länder ohne Grenzkontrollen – sowie auf Länder, mit denen Spanien ein Auslieferungsabkommen unterhält. Ein bezeichnendes Detail: Einige der Söhne des Scheichs leben in Deutschland, und Al-Thani reist regelmäßig nach Frankreich und England. Die deutschen Behörden haben bereits Informationen über den Aufenthaltsort einiger Familienmitglieder an Spanien weitergeleitet.

Doch damit nicht genug: Al-Thani hat in der Zwischenzeit die Kontrolle über eine der Gesellschaften im komplexen Netz des FC Málaga zurückerobert. Der Handelsregisterauszug zeigt die Wiederherstellung des Verwaltungsrats von Nasir Bin Abdullah & Sons SL, verbunden mit dem Ausscheiden von José María Muñoz als Gerichtsverwalter. Der neue Verwaltungsrat setzt sich aus bekannten Namen aus Martiricos zusammen, darunter Manuel Novo und Vicente Casado, sowie Oriana Caamaño und Moayad Shatat. Nasser Al-Thani fungiert als Vorstandsmitglied und Sekretär, Abdullah Ghubn als Geschäftsführer und Vizepräsident, und Abdullah Al-Thani selbst als Präsident.

Die Gesellschaft kontrolliert 51 Prozent von NAS Spain 2000 SL, welche wiederum 96,89 Prozent des Kapitals des FC Málaga besitzt. Es wird jedoch nicht mit unmittelbaren Veränderungen in der Vereinsführung gerechnet, da die effektive Kontrolle weiterhin bei NAS Spain 2000 liegt, wo José María Muñoz als Gerichtsverwalter und BlueBay mit 49 Prozent über Management Empresarial Málaga SL vertreten sind. Der tatsächliche Einfluss dieser Entwicklung ist daher vorerst begrenzt.

Die Entscheidung der Audiencia Provincial wirft ein Schlaglicht auf die undurchsichtigen Machenschaften rund um den FC Málaga und unterstreicht die Dringlichkeit der juristischen Verfolgung. Die internationale Fahndungsendung könnte nun zu einer dramatischen Zuspitzung des Konflikts führen und die Zukunft des Vereins weiter verkomplizieren. Die Fans des FC Málaga können nur hoffen, dass die Justiz ihre Arbeit fortsetzt und für Klarheit und Gerechtigkeit sorgt.