Alonso startet aus der boxengasse: honda-motor zwingt zu drastischen maßnahmen

Barcelona – Ein Schock für Fernando Alonso und sein Aston Martin Team: Im Qualifying zum Großen Preis von Spanien landete der Spanier auf dem 22. Platz, doch das eigentliche Problem liegt darin, dass er das Rennen aus der Boxengasse beginnen muss. Ein umfassender Austausch von Komponenten am Honda-Motor, der weit über die erlaubten Austauschgrenzen hinausgeht, macht den Start aus der Boxengasse unumgänglich.

Verzweiflungstat oder taktischer schachzug?

Während die anderen Teams bereits ihre Werkstätten für die Nacht schlossen, arbeitete Aston Martin bis weit nach 19 Uhr an Alonsos Auto. Der Fokus lag dabei ausschließlich auf dem #14, dessen Motor offenbar in einem desolaten Zustand war. Laut Informationen von MARCA, die exklusiv von Circuit de Barcelona-Catalunya stammen, war Aston Martin das einzige Team, das zu dieser späten Stunde noch aktiv war. Die Notwendigkeit für die umfangreichen Änderungen am Motor ergibt sich aus dem Austausch von drei Schlüsselkomponenten: dem MGU-K (Generator für kinetische Energie), dem Energiespeicher (ES, Batterie) und dem dazugehörigen Steuergerät (PU-CE). Hinzu kommt ein vierter Austausch an den Nebenaggregaten der Powereinheit, der ebenfalls die Austauschgrenzen sprengt.

Die Konsequenz ist fatal: Alonso hat keine Chance auf eine normale Startposition und verliert damit seine Chance, in einem der wenigen Rennen der Saison, in dem ein erfahrener Pilot wie er überhaupt noch eine realistische Chance auf ein gutes Ergebnis hat, sein Können zu zeigen. „Es macht auch keinen Spaß, wenn man 14. wird und dann in zwei Runden wieder Letzter ist“, gestand Alonso frustriert nach dem Qualifying.

Hoffnungsschimmer im sommer?

Hoffnungsschimmer im sommer?

Aston Martin und Honda sehen derzeit keine andere Möglichkeit, als die Komponenten auszutauschen und die Strapazen bis zu den erwarteten Verbesserungen im Sommer zu ertragen. Gerüchte besagen, dass die Upgrades bereits in Ungarn oder Holland eingeführt werden könnten. Doch bis dahin bleibt Alonso in einer schwierigen Situation gefangen. Das Team weiß, dass die aktuelle Situation „lästig“ ist, wie Alonso selbst betonte. Seine 23. und letzte Teilnahme in Barcelona wird somit zu einem Rennen gegen alle – unterstützt von einer Zuschauermenge, die voraussichtlich über 100.000 Fans zählen wird und Alonso bedingungslos unterstützt.

Die Situation ist ein deutliches Zeichen für die anhaltenden Schwierigkeiten, die Aston Martin mit dem Honda-Motor hat. Es bleibt abzuwarten, ob die erwarteten Verbesserungen im Sommer die Wende bringen werden oder ob Alonso weiterhin in einem technisch unterlegenem Auto kämpfen muss. Die Fans dürfen hoffen, dass der erfahrene Spanier trotz aller Widrigkeiten sein Bestes gibt und ein respektables Ergebnis erzielt, auch wenn der Sieg in weiter Ferne liegt.