Alonso rätselt: motorvibrationen kommen und gehen – aston martin sucht nach lösung

Suzuka – Ein unerklärliches Phänomen beschäftigte Fernando Alonso und sein Aston Martin Team beim Großen Preis von Japan: Die quälenden Vibrationen im Motor, die sich durch das Chassis zogen und den Piloten im Cockpit spürbar machten, verschwanden plötzlich, nur um in der Qualifikation mit voller Wucht zurückzukehren. Ein technisches Mysterium, das nun mit Hochdruck gelöst werden muss.

Experimentelle bauteile im einsatz – und dann wieder abgebaut

Experimentelle bauteile im einsatz – und dann wieder abgebaut

Der Spanier beschrieb das Problem als ein Gefühl, das von den Händen bis in die Beine wanderte. Aston Martin hatte offenbar eine experimentelle Komponente eingesetzt, die die Vibrationen reduzieren sollte. Diese konnte jedoch weder im Qualifying noch im Rennen eingesetzt werden, was die Situation zusätzlich verkomplizierte. „Die Vibrationen waren im Rennen geringer, aber wir haben nichts am Auto geändert, und deshalb ist es etwas schwer zu verstehen“, so Alonso nach dem Rennen.

Was besonders irritierend ist: Die Rückkehr der Vibrationen in der Qualifikation ähnelte stark der Situation in Australien und China. Am Sonntag jedoch waren sie aus unerklärlichen Gründen deutlich reduziert, obwohl das AMR26 im sogenannten „Parc Fermé“ – dem Bereich, in dem die Autos nach dem Rennen unberührt bleiben müssen – verblieben und keine Veränderungen vorgenommen wurden. Ein Rätsel, dessen Lösung möglicherweise in einer Modifikation der Lenksäule liegt. Es wird spekuliert, dass ein neues Element die Schwingungen dämpfen und so den Piloten entlasten soll.

Mike Krack, der Chef des Aston Martin Rennteams, bestätigte zwar „einige Korrekturmaßnahmen“, wollte sich aber nicht detailliert äußern: „Wir haben etwas ausprobiert, das eine kleine Verbesserung brachte, aber es konnten wir im Rennen nicht einsetzen.“ Das Risiko neuer Teile sei zu hoch, so Krack, und müsse bei Entscheidungen über die Zuverlässigkeit berücksichtigt werden.

Doch die Tatsache, dass Alonso am Sonntag deutlich weniger Vibrationen spürte, ermöglichte ihm nicht nur den Abschluss seiner ersten Rennteilnahme seit 2023, sondern eröffnete auch neue Möglichkeiten für Aston Martin. Die Fortschritte, die in Suzuka erzielt wurden, sollen nun in Miami, dem nächsten Rennen des Weltmeisters in einem Monat, weitergeführt werden. Ob Aston Martin das Rätsel der Vibrationen vollständig lösen kann, bleibt abzuwarten, aber die Zeichen stehen gut, dass das Team auf dem richtigen Weg ist.