Alonso kämpft in miami: hoffnungsschimmer trotz p18

Fernando Alonso hat sich im Qualifying zum Großen Preis von Miami mit Startplatz 18 begnügen müssen. Doch hinter der enttäuschenden Position verbirgt sich ein Lichtblick: Aston Martin macht Fortschritte, wenn auch langsames. Ein Rennen, das alles ungewiss macht.

Vibrationsproblem endlich gelöst

Das größte Problem des Wochenendes liegt hinter Alonso: Die lästigen Vibrationen, die sein Fahrzeug so schwer zu beherrschen gaben, sind verschwunden. „Komplett“, bestätigte der Spanier erleichtert. „Es hat sich enorm verbessert und ist der beste Aspekt des Wochenendes. Das Auto fühlt sich wieder normal an.“ Diese Verbesserung ist essenziell, um die Zuverlässigkeit zu gewährleisten und überhaupt erst an die Leistungssteigerung denken zu können.

Doch die Realität ist unbestreitbar: Im Trockenen hat Alonso kaum eine Chance. „Im Trockenen haben wir keine Möglichkeit, im Nasse auch nicht, aber man weiß nie, was passieren kann“, so Alonso. Die Wettervorhersage verspricht Regen, und das könnte für eine Überraschung sorgen. Ein Hoffnungsschimmer, der aber auch mit Vorsicht zu genießen ist.

Ein Blick zurück: Alonso übertraf im Qualifying selbst Lance Stroll und ließ Checo Pérez am Morgen alt aussehen. Ein Zeichen der wachsenden Leistungsfähigkeit, das aber nicht trösten kann, wenn man bedenkt, dass der 17. Platz nur einen einzigen Sekundenbruchteil entfernt liegt. „Der 17. Platz ist nur eine Sekunde entfernt. Es ist noch ein langer Weg vor uns“, betonte Alonso.

Strategie und geduld gefragt

Strategie und geduld gefragt

Aston Martin verzichtet in Miami auf aerodynamische und Leistungsverbesserungen, konzentriert sich stattdessen auf die Zuverlässigkeit. Ein pragmatischer Ansatz, der durchaus nachvollziehbar ist, wenn man bedenkt, dass es im Moment keine Grundlage gibt, um um höhere Platzierungen zu kämpfen. „Es ist schwierig, aber wir müssen zusammenhalten“, erklärte Alonso. „Es gehört zum Plan. Es macht keinen Sinn, zwei, drei oder vier Zehntel zu gewinnen, wenn wir diese nicht in Ergebnisse umsetzen können, weil das nächste Auto uns eine Sekunde voraus ist.“

Die Probleme in der Qualifying-Session mit dem Getriebe waren ein weiterer Rückschlag. „Es ist noch nie vorgekommen, aber es war unmöglich zu fahren. Es hat sich nicht synchronisiert beim Bremsen, es gab keinen Beschleunigungsvorteil und die Schaltrückschläge waren unregelmäßig. Manchmal gab es Schub, manchmal blockierten die Räder. So ein Spiel der Zufall kann man nicht fahren“, klagte Alonso.

Die Lösung der Vibrationsproblematik ist zwar ein großer Schritt, aber der Weg bis zu einer ernsthaften Wettbewerbsfähigkeit ist noch lang. „Es wird nach den Sommerferien passieren, nach dem 14. Rennen“, prognostizierte Alonso. Bis dahin gilt es, geduldig zu bleiben und die Fehler zu beheben, bevor man sich auf eine Leistungssteigerung konzentrieren kann. Die Hoffnung stirbt zuletzt – in Miami könnte der Regen das Glück für Alonso herbeiführen.