Almuth schult attackiert rüdiger: „vize-kapitän? für mich unvorstellbar“
Der deutsche WM-Kader brodelt, ehe das Turnier in den USA überhaupt losgeht. Almuth Schult, Olympia-Gold von 2016, zielt scharf auf Antonio Rüdiger – und stellt dessen Führungsanspruch öffentlich in Frage. „Ein Vize-Kapitän muss die Richtung vorgeben, nicht nur mit Emotionen rumfuchteln“, sagte Schult im Interview mit WEB.DE News. Ihr Fazit: Der 33-jährige Real-Verteidiger sei „in vielen Situationen unfair“, deshalb disqualifiziert er sich aus ihrer Sicht für die Rolle.
Schult: „nagelsmann hätte rüdiger schon mal zu hause lassen können“
Die frühere Wolfsburger Nummer eins zieht bis in die Personalplanung von Julian Nagelsmann mit. Die vielen Einzelaussetzer Rüdigers hätten sich summiert: „Da war mehr als genug Material, um ihn einfach nicht zu nominieren.“ Ihre Kritik trifft den Spieler in einem Moment, in dem er ohnehin auf dem Abstellgleis steht – Nagelsmann hat ihn hinter Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck nur noch als Ersatzmann gelistet.
Doch Schult bleibt nicht bei Rüdiger stehen. Auch der Bundestrainer bekommt ihr Kommunikations-Arbeitsbuch vorgelegt. „Er bringt mal ein Argument für einen Spieler – und dreht es wenig später gegen denselben Typen. Das irritiert die Mannschaft und die Öffentlichkeit“, so Schult. Positiv vermerkt sie die Entschuldigung an Deniz Undav, die Nagelsmann nach dessen Ghana-Tor und öffentlichem Rüffel noch einmal ausgesprochen hatte. „Umschauen und korrigieren ist besser als verharren – das sehe ich bei Julian auch.“

Rüdigers stammplatz weg – jetzt droht imageschaden
Der Innenverteidiger, zuletzt bei Real Madrid für brutale Leistung gelobt, steht vor der paradoxen Situation, bei seinem Klub alles zu gewinnen, in der Nationalmannschaft aber als moralische Reizfigur zu dienen. Die Schult-Attacke dürfte ihm zusätzlich unter den Nägeln brennen, weil sie aus dem eignen Verband kommt. Ob Nagelsmann auf das Giftpfeilchen reagiert? Bisher schweigt das DFB-Lager.
Die WM rückt näher. Wer die deutsche Abwehr führt, ist entschieden. Wer die deutsche Abwehr vertritt, wird jetzt zur Geduldsprobe. Rüdiger kann nur auf dem Platz antworten – wenn er dort überhaupt noch ran darf.
