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Varfolomeev patzt in hannover – wm-vorbereitung fraglich?

Hannover – Ein Schock für das deutsche Team: Olympiasiegerin Darja Varfolomeev hat bei den Finals in Hannover, die als Generalprobe für die Weltmeisterschaften dienen sollten, in zwei Disziplinen patzt. Nach ihrem dominanten Erfolg im Mehrkampf am Vortag, ließ die 19-Jährige mit Reifen und Keulen die Medaillen knapp entgleiten.

Ein holpriger weg zur wm in frankfurt

Die Finals in Hannover zeigten eine überraschend uneinheitliche Leistung von Varfolomeev. Mit Reifen und Ball dominierte sie erwartungsgemäß, präsentierte beeindruckende Choreografien und holte sich die Titel mit 30,650 bzw. 30,700 Punkten. Doch beim Auftritt mit den Keulen geriet der Rhythmus ins Stocken. Probleme in der Ausführung führten zu einem enttäuschenden fünften Platz (26,600 Punkte) – ein Rückschlag, der die Vorbereitung auf die Heim-WM in Frankfurt gefährden könnte. Bronze sicherte sich Varfolomeev mit dem Band (27,450 Punkte), wobei ihre Vereinskollegin Viktoria Steinfeld den Titel gewann (27,750).

„Die Energie war wohl nicht ganz auf meiner Seite“, analysierte Varfolomeev nach dem Wettkampf in der ARD. Ein understatement, angesichts der deutlichen Fehler bei den Keulen. Doch anstatt in Selbstmitleid zu versinken, blickt die Ausnahmeathletin entschlossen nach vorne: „Es ist gut, jetzt zu wissen, wo unsere Schwächen liegen. Wir werden hart daran arbeiten, alles zu stabilisieren.“

Das deutsche team blickt optimistisch nach frankfurt

Das deutsche team blickt optimistisch nach frankfurt

Trotz des Patzers in Hannover reist das deutsche Team mit Rückenwind zur Heim-WM ab dem 12. August in der Frankfurter Festhalle. Neben Varfolomeev setzen DTB-Trainer auf Lada Pusch und Anastasia Simakova in den Einzelwettbewerben. Die Entscheidung, Margarita Kolosov, die Vierte bei den Olympischen Spielen, nicht für das Team zu nominieren, sorgte für Aufsehen. Komplettiert das Aufgebot eine starke Gruppe bestehend aus Alina Datsenko, Anja Kosan, Alina Ott, Helena Ripken und Anna-Maria Shatokhin.

Die Leistung in Hannover wirft jedoch Fragen auf. Kann Varfolomeev ihre Konstanz wiederfinden? Die Antwort wird sich in Frankfurt zeigen. Die Konkurrenz schläft nicht, und die deutschen Titelhoffnungen sind nun mehr denn je gefordert. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um die letzten Hürden zu überwinden und vor heimischem Publikum zu glänzen.