Raducanu versagt erneut: traum vom zweiten titel zerplatzt!

London – Der Traum vom zweiten großen Titel ist für Emma Raducanu geplatzt. Die ehemalige US Open Siegerin unterlag im Finale des Queen’s Clubs überraschend Donna Vekic mit 0:6, 6:7 und verpasst damit die Chance, den nachhaltigen Erfolg zu beweisen, der viele nach ihrem Sensationssieg 2021 erwartet hatten.

Ein schatten ihres früheren selbst

Fünf Jahre sind vergangen, seit Emma Raducanu als Qualifikantin die Tenniswelt im Sturm eroberte und sensationell die US Open gewann. Damals schien alles möglich, lukrative Sponsorenverträge folgten, und Großbritannien schien eine neue Tennisikone in den eigenen Reihen zu haben. Doch der nachhaltige Erfolg blieb aus. In London präsentierte sich Raducanu angeschlagen und ohne die nötige Konstanz, um Vekic Paroli zu bieten. Der erste Satz war eine Demontage, der zweite Satz bot zwar eine leichte Verbesserung, doch der entscheidende Durchbruch blieb aus.

Donna Vekic, die letztjährige Überraschungssiegerin des Turniers, zeigte eine beeindruckende Leistung und nahm die Unsicherheit von Raducanu geschickt wahr. Ihre aggressive Spielweise und die wenigen unbedingten Fehler machten den Unterschied.

Ein muster der instabilität

Ein muster der instabilität

Die 23-Jährige kämpft seit ihrem Triumph in New York mit einer erschreckenden Konstanz. Der Wechsel von Trainern, darunter auch der ehemalige Erfolgscoach von Angelique Kerber, Torben Beltz, spiegelt ihre innere Zerrissenheit wider. Starke Auftritte wechseln sich mit bitteren Enttäuschungen ab. Bereits in Cluj-Napoca im Februar scheiterte sie chancenlos im Finale an Sorana Cirstea. Bei den Australian Open und French Open folgten frühe Niederlagen.

Die Leistung bei Wimbledon, dem prestigeträchtigsten Rasen-Turnier der Welt, wird nun erneut unter die Lupe genommen. Raducanu hat die Chance, zum zweiten Mal das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers zu erreichen – eine Aufgabe, die angesichts ihrer aktuellen Form und mentalen Verfassung eine Herkulesaufgabe zu sein scheint. Die Frage ist: Kann sie die Geduld und den Fokus finden, um ihr Potential abzurufen, oder ist der Glanz von 2021 endgültig verblasst?

Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: Seit ihrem US Open Titel hat Raducanu lediglich ein Achtelfinale bei den Australian Open 2024 erreicht. Ein trauriger Beweis dafür, dass der Weg zurück an die Spitze des Tennissporats steinig und voller Hürden ist.