Owen Klassen erhält deutschen Pass
Vorbereitung und einbürgerung
Vor zehn Jahren kam Owen Klassen (34) aus Kanada nach Deutschland, um seine Basketball-Karriere in der Easycredit BBL bei Phoenix Hagen voranzutreiben. Seitdem wechselte er elfmal den Verein, blieb aber stets verbunden mit Deutschland und der BBL. Diese Verbundenheit ist nun amtlich: Seit dem 6. November hat Klassen einen deutschen Pass.
Familie und integration
Für den Termin im Rostocker Rathaus flog der Familienvater extra um 3.45 Uhr über Helsinki und Hamburg nach Hause. Als er die Urkunde in der Hand hielt, stieß er mit Champagner an. Seine Tochter Mathilda, die in Braunschweig geboren ist, erhielt ebenfalls die zweite Staatsbürgerschaft. Ehefrau Page bereitet sich gerade auf die nötigen Prüfungen vor. Klassen: „Meine Tochter wurde hier geboren. Unsere Familie fühlt sich hier sehr wohl. Wir sind integriert, haben viele Freunde.“
Sprachtest und vorbereitung
Für den Sprachtest hatte Klassen stundenlang abends und bei Auswärtsfahrten gebüffelt. Zudem musste er einen Einbürgerungstest mit 33 Fragen zum politischen System und dem Grundgesetz bestehen. Klassen: „Deutschland ist für mich und meine Familie zu einer zweiten Heimat geworden. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten, und stolz darauf, diesen Weg gegangen zu sein.“
Vorteile für die seawolves
Die Seawolves profitieren von Klassen' Einbürgerung, insbesondere nach der Verletzung von Robin Amaize (31/Achillessehnenriss). In der BBL sind pro Team nur sechs Ausländer auf dem Spielberichtsbogen erlaubt. Beim Sieg Sonntag in Würzburg (75:63) fiel Klassen zum ersten Mal nicht mehr darunter – und der zuvor als siebter Mann geparkte Kassim Nicholson (26) konnte parallel eingesetzt werden.
Gratulation des sportlichen leiters
Rostocks Sportlicher Leiter Jens Hakanowitz: „Viel wichtiger jedoch ist das Bekenntnis von Owen und seiner Familie zu Deutschland. Wir gratulieren zu diesem wichtigen Schritt.“
