Jan Mudrow kehrt nach Kreuzbandriss schnell zurück
Verletzung und comeback
Mitte August verletzte sich Jan Mudrow (18) kurz vor dem Saisonstart der Daikin Handball-Bundesliga schwer. Der Neuzugang des TBV Lemgo Lippe riss sich das vordere Kreuzband im linken Knie. Auf eine Operation wurde verzichtet, Mudrow setzte auf konservative Behandlung. Mit offensichtlich unfassbarem Erfolg. Denn nur etwas mehr als acht Wochen später steht Mudrow (zuvor MTV Braunschweig) bei der 22:28 (10:12)-Niederlage bei der MT Melsungen wieder im Kader der Ostwestfalen.
Comeback-rekord von handball-talent
Bei Anwurf des Samstag-Topspiels sitzt Mudrow, Sohn des ehemaligen Lemgoer Meister-Trainers Volker Mudrow, zwar „nur“ auf der Bank, der frühe Zeitpunkt seiner schnellen Rückkehr ist dennoch bemerkenswert. Er sieht einen ausgeglichenen Start beider Teams. Die Führung pendelt hin und her, keine Mannschaft setzt sich ab.
Schock für melsungen
Schock für Melsungen in der 24. Minute. Nach Videobeweis sieht MT-Kapitän Timo Kastening Rot für ein Fuß-Foul an Lemgos Linksaußen Leve Carstensen. Den daraus resultierenden Siebenmeter verwirft Lemgo, wenige Minuten später führt Melsungen 12:9 und zur Pause noch 12:10.
Interims-lösungen in melsungen
In der Pause äußert sich Melsungens Vorstands-Sprecher Andreas Mohr zum Vakuum auf der Position des Sportvorstands nach dem Aus von Michael Allendorf: „Das Rad steht nicht still. Wir sind so gesettelt, dass da schnell Ruhe einkehren kann.“ Als Interims-Lösungen fungieren aktuell Trainer Roberto Parrondo und sein Assistent, der Ex-Profi Finn Lemke.
Wendepunkt im spiel
Nach dem Wechsel erspielt sich Melsungen die 17:13-Führung (39.), kriegt sie aber nicht konserviert. Lemgo lässt sich wie gewohnt kaum beirren und ist wenige Minuten später wieder auf ein Tor dran. Und in der 46. Minute jubelt die Lemgo-Bank kollektiv. Jan Mudrow geht zum Siebenmeter-Strich und verwandelt zum 18:19-Anschluss – sein erstes Tor in der Bundesliga, rund acht Wochen nach Kreuzbandriss.
Spannung bis zum ende
Nächstes Video-Rot für Melsungen in der 53. Minute, Abwehrchef Adrian Sipos erwischt Lukas Hutecek im Gesicht. Und wieder verwirft Lemgo den anschließenden Siebenmeter. 283 Sekunden vor Ende führt Melsungen 25:21, Lemgo hat immer mehr Probleme mit der rustikalen Nordhessen-Abwehr. Den Rest spielt die MT mit Routine nach Hause.
Fazit
Jan Mudrow zeigt mit seinem Comeback, dass er trotz seiner Verletzung ein starkes Comeback hingelegt hat. Die Partie endete mit einer 22:28-Niederlage für Lemgo, aber Mudrows Leistung bleibt unvergessen.
