Investor-Beben in der spanischen La Liga
Übernahme durch apollo sports capital
Der US-Investor Apollo Sports Capital (ASC) ist mit über einer Milliarde Euro beim spanischen Topklub Atlético Madrid eingestiegen. Medienberichten zufolge übernehmen sie wohl rund 55 % des Vereins (geschätzter Vereinswert: etwas über zwei Milliarden Euro).
Mehrheitliche kontrolle
Das bedeutet, dass Apollo nun die Mehrheitsanteile hält. Aus Vereinskreisen heißt es, die Übernahme ziele auf "Kontinuität und Vision" ab. Doch die aktuellen CEOs Miguel Angel Gil und Präsident Enrique Cerezo bleiben zwar im Amt, durch die Mehrheitsanteile verfügt der Investor aus New York nun aber über ein Veto.
Hohe investitionen versprochen
Apollo macht große Versprechungen: Hohe Investitionen in den Verein und die Infrastruktur sollen helfen, den Klub wieder zu einem Titelanwärter zu machen – national (zuletzt: Meister 2021) wie international (zuletzt: Europa-League-Sieger 2018).
Traditionsklub und private-equity
Die Reaktionen der Fans bleiben mit Spannung abzuwarten. Unabhängig davon, wie sich die Übernahme sportlich auswirkt, könnte sie für viele ein Dorn im Auge sein. Eigentlich versteht sich der Traditionsklub aufgrund seiner Historie – und mit dem elitären Erz- und Stadtrivalen Real Madrid – als ein klassischer Arbeiterverein. Die Übernahme durch die Sportabteilung der Private-Equity-Firma Apollo bricht mit dieser Einstellung.
Fazit
Die Übernahme durch Apollo Sports Capital könnte die Zukunft von Atlético Madrid nachhaltig verändern. Die Fans und der Verein selbst müssen sich an die neuen Strukturen anpassen und abwarten, wie sich die Investitionen auf den sportlichen Erfolg auswirken.
Zitate
"Wir freuen uns darauf, das Team zu unterstützen, seinen Geist und seine Traditionen zu würdigen und in den Bereichen, in denen wir uns auszeichnen, einen Mehrwert zu schaffen, beispielsweise beim Ausbau der Ciudad del Deporte (Trainingsgelände) und der Verbesserung des Fanerlebnisses." – Apollo Sports Capital
Reaktionen
Die Reaktionen der Fans bleiben mit Spannung abzuwarten. Die aktuellen CEOs Miguel Angel Gil und Präsident Enrique Cerezo bleiben zwar im Amt, durch die Mehrheitsanteile verfügt der Investor aus New York nun aber über ein Veto.