Generationenclash im dfb-team: neuer und baumann über jugendsprache
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ringt nicht mit sportlichen Problemen, sondern mit sprachlichen – zumindest wenn man Manuel Neuer und Oliver Baumann zuhört. Die Routiniers des Teams haben sich in einem amüsanten Video mit den Sprachgewohnheiten der jüngeren Generation auseinandergesetzt und dabei einige humorvolle Beobachtungen geteilt.

Ein kaffeeplausch über neue begriffe und alte zeiten
In der Reihe „Auf’n Kaffee mit…“ plauderten Neuer und Baumann nicht nur über Fußball, sondern auch über die Unterschiede in der Kommunikation zwischen den Generationen. Baumann, der seit kurzem auch Vater geworden ist, staunte über die Ausdrucksweise der jungen Spieler: „Die Sprechweise, wie die Jungs reden, wie sie miteinander kommunizieren – das ist schon ’ne andere als es bei mir war oder ist.“ Er schmunzelte: „Ist aber auch amüsant und du lernst ja nie aus, lernst, was es für neue Wörter gibt auf der Welt.“ Worüber genau gesprochen wird? Das bleibt ein Geheimnis, wie Baumann lachend verriet.
Neuer betonte hingegen, dass der „Spirit“ stimmt und die jungen Spieler wissen, worum es geht. „Wenn wir alle am gleichen Strang ziehen, ist es für uns okay, dass vielleicht die Sprache ein bisschen anders ist. Das hält uns auch ein bisschen jung, hat was Positives“, so der Bayern-Kapitän, der sich neckend fragte: „Habt ihr hinterm Mond gewohnt?“
Die erfahrenen Spieler übernehmen dabei eine Art Ordnungsfunktion. „Wir schauen ein bisschen drüber, dass alles in der richtigen Spur bleibt und sie ihren Leichtsinn im positiven Sinne ausleben können, den wir auf dem Platz brauchen“, erklärte Baumann. Neuer ergänzte: „Natürlich schauen die zu uns auf und wollen wissen, wie es früher war.“ Das führt manchmal zu überraschenden Fragen, denn „die meisten kennen ja die Spieler gar nicht mehr aus unserer Kindheit, da fragt man sich auch: Habt ihr hinterm Mond gewohnt?“
Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten. Baumann gab zu, sich auch mal einen „Cheatday“ mit Burger oder Döner zu gönnen und sich gerne mehr Zeit zum Lesen nehmen würde. Neuer, der seit 2017 gluten- und laktosefrei lebt, schwärmte von den Vorteilen für seinen Körper: „Ich merke einfach, dass es meinem Körper gut tut.“ Und er freute sich, dass es mittlerweile auch „glutenfreien Kaiserschmarrn“ gibt.
Die Herausforderung besteht darin, die Generationenunterschiede zu akzeptieren und zu nutzen – sowohl abseits als auch auf dem Platz. Denn, wie Neuer verdeutlichte: Solange alle an einem Strang ziehen, kann eine etwas andere Sprache durchaus positiv sein und den Teamgeist stärken.
