Gattusos Wut-Rede gegen die Tifosi!

Die nerven liegen blank in italien

Nach dem blassen 2:0 in Moldau, bei dem die Azzurri erst in der 88. Minute durch Gianluca Mancini (29) und später durch Francesco Pio Esposito (20) erlösend trafen, nahm der Nationaltrainer Gennaro Gattuso (47) nicht etwa die gegnerische Abwehr, sondern die eigenen Fans ins Visier.

Die tifosi buhen ab der 73. minute

Die tifosi buhen ab der 73. minute

Die mitgereisten Tifosi hatten ab der 73. Minute gepfiffen und gebuht. Für den Nationaltrainer ein Affront. „Was ich heute gehört habe, ist eine Schande, das akzeptiere ich nicht“, wetterte der Weltmeister von 2006. Und weiter: „Wenn 500 Fans einem zurufen, man solle arbeiten, dann fühlt sich das schlecht an. Ich bin enttäuscht.“

Gattusos enttäuschung

Gattusos enttäuschung

Der einstige Mittelfeldspieler verteidigte sein Team vehement: „Ich habe ein Italien gesehen, das gespielt hat … Es gibt keine einfachen Spiele.“ Für ihn ist klar: Jetzt brauche es Zusammenhalt, nicht Spott. „Es ist nicht der richtige Moment, um den Spielern zu sagen, sie sollen arbeiten gehen. Wir müssen zusammenstehen.“

Die lage bleibt brenzlig

Die lage bleibt brenzlig

Weil Norwegen parallel gewann, liegt Italien weiter drei Punkte zurück – die direkte WM-Quali ist praktisch futsch. Um Haaland und Co. am Sonntag (20.45 Uhr) in Mailand noch von Platz eins zu verdrängen, bräuchte die Squadra Azzurra ein Fußball-Wunder. Selbst durch einen Sieg wäre man nicht Erster, denn die Tordifferenz ist zu groß. Wahrscheinlicher ist der Gang in die gefürchteten Play-offs – und damit die Angst vor dem „Horror-Hattrick“ nach den verpassten Weltmeisterschaften 2018 und 2022.

Gattusos kampfgeist

Trotzdem bleibt Gattuso kämpferisch: „Ich bin überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen werden, denn diese Jungs sind stark.“

Der quali-modus

Gattuso kritisiert den Quali-Modus: „Man muss diejenigen fragen, die die Gruppen und Regeln festlegen“, poltert er. „1994 gab es zwei afrikanische Mannschaften, jetzt sind es acht. Früher fuhren die besten europäischen Gruppenzweiten direkt zur WM.“

Das spiel gegen norwegen

Am Sonntag geht es für Italien um weit mehr als drei Punkte – es geht um Stolz und Glauben einer ganzen Fußballnation.