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Evenepoel triumphiert, lipowitz rückt ab – wer führt das red bull-bora-hansgrohe duo?

Die Tour de France hält ein packendes Duell im Team Red Bull-Bora-hansgrohe bereit: Remco Evenepoel feierte gestern einen weiteren Etappensieg, während Florian Lipowitz in der Gesamtwertung Federn ließ. Doch die teaminterne Rangordnung ist noch längst nicht in Stein gemeißelt.

Ein etappensieg, der fragen aufwirft

Ein etappensieg, der fragen aufwirft

Evenepoels Sieg auf der 15. Etappe, seinem dritten insgesamt und dem ersten in den Bergen, unterstreicht seine Form und seinen Anspruch auf die Gesamtwertung. Allerdings liegt er nun 1:48 Minuten vor Lipowitz auf Rang fünf, was die strategischen Überlegungen des Teams zusätzlich verkompliziert. Die Ausgangslage ist klar: Evenepoel ist Zweiter, aber die Entscheidung, wer die Helferrolle übernimmt, ist noch nicht gefallen.

Sportchef Zak Dempster betonte: „Wir bleiben beim Zwei-Leader-Ansatz. Natürlich ist Remco jetzt Zweiter. Der erste Part der Tour hat eher Remco in die Karten gespielt. Lipo hat eher einen Dieselmotor. Wir werden sehen, wie sie sich erholen.“ Diese Aussage deutet an, dass Lipowitz' Stärken möglicherweise erst in den anspruchsvollen Bergetappen der letzten Woche zum Tragen kommen werden.

Teamchef Ralph Denk schloss sich dieser Einschätzung an. „In der letzten Woche, wenn es wirklich ins Hochgebirge gehe, erwarte ich einen sehr, sehr starken Florian Lipowitz. Dann werden wir sehen, wie wir diese Stärke auch taktisch nutzen können“, sagte er im teameigenen Podcast. Die Ankündigung, man werde sich erst nach dem Einzelzeitfahren am Dienstag die Gesamtwertung genau ansehen und die Taktik festlegen, lässt auf eine dynamische Entwicklung schließen.

Die entscheidende Frage lautet: Wird Lipowitz in den Alpen und Pyrenäen seine vermeintliche „Diesel“-Form entfalten und Evenepoel unterstützen können, oder wird er selbst zum Konkurrenten? Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Evenepoel hat am Dienstag die Chance, mit einem Sieg im 26,1 km langen Einzelzeitfahren nach Thonon-les-Bains seine Position weiter zu festigen. Tadej Pogacar führt das Rennen mit einem Rückstand von 5:00 Minuten an, sodass Evenepoels Fokus klar auf dem Duell mit Lipowitz und der Optimierung seiner eigenen Leistung liegt.

Die Spannung im Team Red Bull-Bora-hansgrohe ist spürbar. Es bleibt abzuwarten, ob die Strategie des Teams aufgeht und ob Lipowitz‘ vermeintlicher „Dieselmotor“ in der entscheidenden Phase der Tour zum entscheidenden Vorteil wird. Ein Etappensieg für Remco Evenepoel ist zwar Grund zur Freude, doch die internen Dynamiken und die noch offene Frage der Führungsposition lassen die kommende Woche besonders spannend werden.