DHfK Leipzig: Ein Kommunikations-Desaster nach der Trainer-Entlassung
Neue bedeutung der buchstaben
Die Buchstaben des DHfK Leipzig, die ursprünglich für die Deutsche Hochschule für Körperkultur stehen, haben eine neue Bedeutung erhalten. Nach der Entlassung des Trainers Raul Alonso am 19. November passt die Bezeichnung "Deutscher Handballklub fabriziert Kommunikations-Desaster" besser denn je zum Tabellenletzten der Eliteliga.
Vertrauensausdruck und nachfolger
Noch am 18. November sprach man Alonso öffentlich ein temporäres Vertrauen aus, obwohl bereits am 17. November sein Nachfolger Frank Carstens kontaktiert wurde. Die Handball-GmbH in Leipzig hat nun den dritten Trainer des Jahres 2025 ins Amt gehoben, was an die drei Filme von James Dean erinnert: "Giganten", "Jenseits von Eden" und "Denn sie wissen nicht, was sie tun".
Fehlentscheidungen und vertragsprobleme
Der Leipziger Geschäftsführer und Alleinentscheider Karsten Günther hat in den vergangenen drei Jahren mehr Fehlentscheidungen getroffen, als seine Mannschaft derzeit Punkte hat. Ein Beispiel ist Maciej Gebala, der ein hohes Gehalt erhielt, aber nach nur einem Jahr nicht mehr gut genug war und zum HC Erlangen wechselte.
Mangelnde konfrontation
Ein Problem in Leipzig ist, dass es keiner wagt, Günther mit der Wahrheit zu konfrontieren. Er wirkt wie ein König auf seinem Thron, der gerne zu jedem Thema seine Meinung kundtut, dabei aber den Zustand seines Klubs offensichtlich ausblendet. Ein Anführer mit Sachverstand, wie Stefan Kretzschmar, wäre hilfreich.
Krise und einfachheit
Trainer Frank Carstens will Leipzigs Handballer mit Einfachheit aus der Krise führen. Er setzt auf klare Strukturen und weniger Psychotricks.
Transfer-alarm
Nikolej Enderleit von MT Melsungen zieht es nach Frankreich. Der Vertrag wurde am 14. März 2024 aufgelöst, und Enderleit wechselte zum HC Erlangen.
Fazit
Der SC DHfK Leipzig benötigt dringend einen Anführer mit Sachverstand, um aus der Krise zu finden. Die rosige Vergangenheit hilft dem abgestürzten Klub nicht in der gruseligen Gegenwart, die auf keine gute Zukunft hoffen lässt.