Deutsches Team muss sich für WM qualifizieren

Bis zur wm sind es noch sieben monate

Klingt viel, aber viele Spiele sind es bis zum Turnierbeginn in den USA, Kanada und Mexiko nicht mehr. Zunächst einmal muss sich das deutsche Team in den anstehenden Spielen in Luxemburg (heute Abend um 20.45 Uhr, RTL) und am Montag in der Slowakei (20.45 Uhr, ZDF) überhaupt für die WM qualifizieren.

Qualifikation und herausforderungen

Qualifikation und herausforderungen

Sollte das klappen, gibt es für Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) noch reichlich Arbeit. Diese Schwächen gilt es unbedingt abzustellen, um bei der WM eine gewichtige Rolle spielen zu können:

Zu wenig stürmertore

Zu wenig stürmertore

Die Angreifer erzielten in der WM-Qualifikation nur eines der acht Tore. Nick Woltemade traf zuletzt beim 1:0-Sieg in Nordirland. Das Problem: Tim Kleindienst fehlt verletzt. Das Mittelfeld (4 Tore) und die Abwehr (3) kompensierten diese Schwäche bisher.

Flankenquote

Nur jede 68. Flanke führt zu einem Tor. Seit Nagelsmann Trainer ist, wurden nur vier von 273 verwertet, also nur jede 68. – eine ganz miese Quote. Zuletzt traf das Team vor einem Jahr nach einer Flanke, Jamal Musiala nach Vorarbeit von Joshua Kimmich.

Chancen-wucher

Großchancen werden oft fahrlässig vergeben. In der WM-Qualifikation nutzten Gnabry & Co. nur vier von neun freier Einschussmöglichkeiten (44 %). Zum Vergleich: In der Bundesliga liegt die Erfolgsquote aller Klubs bei 54 %.

Jokertore

Jokertore waren bei der EM 2024 eine Stärke. Vier gelangten im Turnierverlauf, mehr als jedem anderen Team. In Nations League und WM-Qualifikation aber erzielten die Joker nur 4 der 32 Tore – viel zu wenig.

Ballverluste

Ballverluste mit Torfolge gab es in 8 (!) der 27 Partien seit Nagelsmann Bundestrainer ist (September 2023) – viel zu viele. Jedes vierte Gegentor fiel auf diese Weise. Zweimal war Abwehrchef Rüdiger der Verursacher. Der fehlt aktuell wegen einer Oberschenkelverletzung.

Gegentore

2025 kassierte das Team in acht Partien mit Oliver Baumann (sechs Spiele) und Marc-André ter Stegen (zwei Spiele) im Tor elf Gegentore! Die Defensive scheint nicht mehr so stabil wie bei der EM 2024.

Defensiv-zentrum

Durch die Mitte des Spielfeldes wurden 17 der insgesamt 29 Gegentore in der Ära Nagelsmann eingeleitet. Der Anteil von 59 Prozent ist sehr hoch und ein Hinweis auf Probleme auf der Sechser-Position. Es würde sicher helfen, wenn Joshua Kimmich nicht immer mal wieder hinten rechts aushelfen müsste. Für die anstehenden Quali-Spiele fällt der Bayern-Profi kurzfristig aus.