Allegri und das sturm-trio: kein derby-experiment geplant

Massimiliano Allegri kommt aus Coteto, einem Viertel in Livorno, wo die Zahl Zwei offenbar heilig ist. Drei Stürmer gleichzeitig? Nicht sein Ding – zumindest nicht von Anfang an. Gegen Cremonese hat der Milan-Coach sein gewohntes 3-5-2 erst in der Schlussphase aufgebrochen und auf ein 4-3-3 umgestellt. Es hat funktioniert. Und trotzdem werden alle, die sich das Dreiersturm-System auch für das Derby wünschen, diese Woche enttäuscht werden.

Was in cremona wirklich passiert ist

Allegri begann wie immer: Saelemaekers und Bartesaghi als Außen, das Mittelfeld kompakt, das Risiko überschaubar. Erst als Saelemaekers vom Platz musste, kam Füllkrug – und plötzlich schoben sich Pulisic und Leão auf die Flügel. Ein klassisches 4-3-3, mit Tomori und Bartesaghi als Außenverteidiger. Als Captain America kurz darauf ebenfalls raus musste, blieb Allegri bei der Idee und brachte Nkunku. Ergebnis: drei Punkte.

Nur – und das verdient Aufmerksamkeit – die beiden Tore fielen per Ecke und Konter. Das Trio war dabei eher Kulisse als Hauptdarsteller. Was allerdings positiv auffiel: Leão und Füllkrug hätten in dieser Schlussphase durchaus treffen können. Das ist mehr, als man von Saelemaekers und einem erschöpften Bartesaghi in den letzten dreißig Metern erwarten durfte.

Allegris klare worte nach dem spiel

Allegris klare worte nach dem spiel

Auf die direkte Frage nach dem Dreiersturm antwortete Allegri so, wie Allegri eben antwortet: sachlich, aber unmissverständlich. „Es geht nicht um Systeme, sondern darum, das Ziel zu erreichen. Im Moment ist das Trio eine Option für die zweite Halbzeit – weil bei hohem Tempo auch die Außen viel arbeiten müssen und wir dabei an Klarheit verlieren.