Algerien zerlegt guatemala mit 7:0 – jordanien verspielt 2:0 gegen costa rica
Die WM-Gegner von Österreich liefern sich ein Feuerwerk der Gefühle: Während Algerien in Genua Guatemala mit 7:0 demontiert, patzt Jordanien in Amman und verspielt zwei Tore Vorsprung in der Nachspielzeit. Die Signale vor der WM sind klar – und sie lauten: Vorsicht, diese Gruppe ist alles andere als ein Selbstläufer.
Jordanien patzt – und der traum vom achtelfinale wird kleiner
Die 13.000 Zuschauer im Amman International Stadium sahen 76 Minuten lang eine Heimelf, die alles richtig machte. Baha Faisal verwandelte einen Strafstoß, Ibrahim Sabra erhöhte auf 2:0. Die jordanische Bank jubelte, die Fans sangen – und dann kam die 84. Minute. Josimar Alcocer traf, Warren Madrigal stocherte den Ball in der 91. Minute über die Linie. Aus 2:0 wurde 2:2. Trainer Jamal Sellami schlug die Hände über dem Kopf zusammen, seine Spieler sanken auf den Rasen. Die Parallele zum 18. Dezember ist verstörend: Auch im Arab-Cup-Finale gegen Marokko führte Jordanien, verlor aber in der Verlängerung. Wer so oft die Kontrolle verliert, verliert auch die WM.

Algeriens gala – mahrez und gouiri zeigen, warum sie gefürchtet sind
6000 Kilometer weiter westlich, im italienischen Genua, ging eine andere Welt unter. Algerien ließ Guatemala keine Chance. Amine Gouiri traf doppelt, Riyad Mahrez verwandelte einen souveränen Elfmeter, Achref Abada, Houssem Aouar, Fares Ghedjemis und Nadhir Benbouali schraubten das Ergebnis auf 7:0. Die Statistik ist brutal: 17 Torschüsse, 62 Prozent Ballbesitz, ein Gegentor – null. Der Afrika-Cup-Ausfall gegen Nigeria ist vergessen, die Wut ist kanalisiert. Am Dienstag testet Algerien gegen Uruguay – ein Gradmesser. Für Österreich heißt es: Wer in Kansas City nicht aufpasst, wird überrollen.
Die WM-Gruppe J ist kein Scherz mehr. Argentinien ist der Favorit, aber Jordanien und Algerien haben gezeigt, dass sie nicht nur mitspielen – sie können auch wehtun. Österreich startet am 17. Juni in Santa Clara. Die Uhr läuft.
