Alfred gislason bekommt bob hanning und italien als gruppengegner
Die deutschen Handballer müssen für die Europameisterschaft 2028 über Belgien und die Slowakei springen – und treffen dabei auf ihren ehemaligen Verbandsboss Bob Hanning. Der jetzige Teamchef der Squadra Azzurra wartet in Qualifikationsgruppe 7 auf das DHB-Team. Alfred Gislasons Mannschaft startet im November ins Rennen um eines der 20 freien Tickets für das Turnier in Spanien, Portugal und der Schweiz.

Italia-hanning wird zur persönlichen grätsche
Hanning war bis 2021 noch DHB-Vizepräsident, nun sitzt er im gegnerischen Eck. Ein Duell mit deutscher Beteuerung. Die Italiener gelten als unbequem, aber machbar. Belgiens „Lions“ haben sich in den letzten Monaten stabilisiert und mit Rojé Stéphane einen Linkshänder, der in der Bundesliga Erfahrung sammelte. Die Slowakei bringt den Ex-Füchse Berliner Martin Potisk mit. Drei Gegner, drei kleine Storys – und eine große Rechnung.
Die Regel ist simpel: wer in der Vierergruppe unter die ersten zwei läuft, ist fix dabei. Die vier besten Gruppendritten rutschen nach. Dänemark als Titelverteidiger sowie die Gastgeber Spanien, Portugal und die Schweiz haben ihren Platz schon sicher. Für Deutschland beginnt die Jagd am 5. November 2026, Endstation ist der 1. Mai 2027. Vier Länderspiel-Wochenenden, sechs Spiele, null Spielraum.
Die Auslosung in Lissabon schickt die deutsche Mannschaft damit auf eine Route mit altbekannten Gesichtern und neuen Fallen. Die Gruppe wirkt auf dem Papier lösbar. Aber Papier ist bekanntlich geduldig. Gislason wird seine Analysten auf Hanning, Belgiens Video-Scout und die slowakische 3-2-1-Deckung hetzen. Daten sind Trumpf, Intensität der Joker. Wer in diesen 18 Monaten die bessere Tiefe aufweist, fährt 2028 nach Iberien.
Die Qualifikation ist kein Sprint, sie ist eine Staffel. Und Deutschland muss alle vier Stafetten laufen. Keine Experimente, keine Schonung. Die EM 2028 rückt näher – mit oder ohne deutsche Beteiligung. Die Antwort fällt in den Hallen von Kiel, Leipzig und Berlin. Die Uhr tickt. 585 Tage bis zum ersten WM-Pfiff in der Schweiz. Die Frist ist knapp, der Druck groß. Wer jetzt schlafen will, verspielt die Plätze früher, als ihm lieb ist.
