Ale galán packt aus: so will er tapia/coello entthronen

Ale Galán schlägt zu – und redet jetzt auch. Nach dem P1-Triumph in Miami legt der Madrilene auf COPE El Partidazo offen, warum 2026 die Saison der großen Umkehr wird.

„Die Leute langweilen sich langsam vom Clásico, aber wir schleppen gerade Waffen an die Front“, sagt er mit einem Grinsen, das zwischen Provokation und Selbstvertrauen schwankt. Vier Turniere, zwei Titel pro Duo – die Bilanz nach dem Winter ist laut Galán ein simpler Befund: „Die Kräfte stehen 50:50.“

Warum die dauer-provokation funktioniert

Warum die dauer-provokation funktioniert

Der 27-Jährige spricht von einem „Respekt-Kreislauf“, der sich außerhalb des Platts entwickelt habe. „Wir gehen nicht zusammen Essen, aber wenn wir uns sehen, funktioniert die Chemie.“ Die Konstante: Tapia und Coello treffen seit Monaten nur noch auf Galán und Chingotto in Endspielen. „Die beiden, die immer im Finale stehen, sind auch die, die am längsten durchgeplant zusammenarbeiten“, stellt er klar – ein Seitenhieb auf das ständige Partner-Karussell im World Padel Tour.

Die Zahlen untermauern seine These: Die Doppel-Ära der Goldjungen endete 2023, seitdem ist kein Turnier mehr ohne das Madrilene-Duo entschieden worden. Galán selbst sieht sich dabei nicht als Superstar, sondern als Katalysator. „Mein bester Schlag? Ich habe keinen. Mein Trick ist, dass ich mich an jeden Partner anpassen kann und ihm das Maximum entreiße.“

Die Physik hinter dem Selbstvertrauen ist simpel: 38 Wochen Saison, 0,3 % Körperfett, ein Cheat-Day in Mailand. „Hamburger, Glas Rotwein – fertig ist die Psychologie“, lacht er. Dabei versteht er sich als Ingenieur der Laufleistung: „Ohne meine Betreuer würde mein Körper bei diesem Tempo im Juni schon wieder Fragen stellen.“

Ein Blick über den Tellerrand zeigt, wie sehr Padel gerade die Stars anderer Sportarten absorbiert. Ex-Real-Kapitän Raúl und Javi Guerrero schlugen Galán kürzlich in einem Showmatch, Zidane trainierte in seiner Academy, Robben holte sich Crashkurse für die FIP. „Sie kommen mit dem Ehrgeiz von Champions – und merken, dass der 20-Meter-Lob hier nicht reicht“, sagt Galán mit sichtbarem Stolz.

Die Botschaft an Tapia und Coello lautet also: Die Jäger haben sich auf Augenhöhe bewegt. Und Galán hat vor, diese Augenhöhe zur neuen Normalität zu erklären. „Wir pushen uns gegenseitig an die Grenze – und darüber hinaus.“