Alcaraz: sinner ist mein vorbild – und ein guter mensch!

Carlos Alcaraz hat im Vorfeld des Barcelona Open Banc Sabadell erneut über seine besondere Beziehung zu Jannik Sinner gesprochen. Die Rivalität um den Platz an der Weltspitze ist ungebrochen, doch hinter den Kulissen scheint ein respektvoller Umgang zu herrschen, der die Tenniswelt überrascht.

Die achse der verbesserung: alcaraz schätzt sinner als mentor

Die achse der verbesserung: alcaraz schätzt sinner als mentor

Nachdem Sinner Alcaraz in Monte Carlo bezwungen und dadurch die Nummer 1 der Weltrangliste übernommen hat, betonte der junge Spanier, dass der Kampf um die Spitze „eine interessante Herausforderung“ darstellt. Doch das Wichtigste sei, „ständig besser zu werden.“ Alcaraz zeigte dabei eine bemerkenswerte Reife: „Sinner ist einer der Spieler, der mich zu einem besseren Menschen macht. Er hilft mir, meine Schwächen zu erkennen und zu verstehen, worauf ich mich wirklich konzentrieren muss.“

Die Aussagen des Spaniers werfen ein neues Licht auf die oft hitzige Rivalität im Profisport. Alcaraz, der den Titel in Barcelona bereits 2022 und 2023 gewann, erklärte nach seinem Sieg gegen Otto Virtanen, dass er Sinner „als Vorbild“ betrachtet und bewundert, „dass er all seine Ziele erreicht.“

Ein ungewöhnliches Lob: Kein Neid, sondern Anerkennung

Doch Alcaraz fußte nicht nur bei Lob. Er fügte hinzu: „Ehrlich gesagt, werde ich es diese Woche nicht vermissen, gegen Jannik anzutreten.“ Diese Aussage, gepaart mit seiner Beschreibung der Beziehung zwischen beiden Spielern als „sehr positiv“, deutet auf eine tiefe Wertschätzung hin. „Wir gehen nicht zum Abendessen zusammen, wir essen nicht zusammen zu Mittag, aber unsere Beziehung außerhalb des Platzes ist sehr positiv“, so Alcaraz. Er lobte Sinners Team und betonte, dass der Italiener selbst „fantastisch“ sei. „Unabhängig davon, was wir auf dem Platz tun oder wofür wir kämpfen, glaube ich nicht, dass sich unsere Art zu sein außerhalb des Platzes ändern wird.“

Bereits im Mai 2025 hatte Alcaraz angedeutet, dass eine enge Freundschaft mit Sinner schwierig sei, doch die aktuellen Aussagen deuten auf eine deutliche Erwärmung der Beziehung hin. Der Moment, in dem Alcaraz Sinners Sprung in den Pool nach dem Sieg in Monte Carlo filmte, unterstreicht diese Entwicklung zusätzlich. „Ich habe es mir angesehen und gefilmt“, gestand er. „Es ist eine großartige Art, der Welt zu zeigen, dass wir trotz der Rivalität und des Kampfes um die gleichen Ziele gute Menschen sein können, die eine gute Beziehung haben.“

Die Rivalität zwischen Alcaraz und Sinner wird zweifellos den Tennissport weiterhin prägen, doch die Erkenntnis, dass respektvoller Umgang und gegenseitige Anerkennung auch im Hochleistungssport möglich sind, ist ein Gewinn für alle Beteiligten.