Alcaraz kassiert in miami k.o. – jetzt droht der punkte-kollaps
Carlos Alcaraz flog aus Miami wie ein Satellit ohne Treibstoff. Die frühe Niederlage gegen Matteo Arnaldi war nicht nur ein Ausrutscher, sondern der Startschuss für einen April und Mai, in dem der Spanier um seine Zukunft als Top-3-Spieler kämpft.

4.330 Punkte in 30 tagen – das ist die echte herausforderung
Die Zahl ist kein Tippfehler. Alcaraz muss vor dem Rasenstart Mitte Juni fast die doppelte Punktzahl verteidigen, die Jannik Sinner überhaupt auf dem Konto hat. Madrid, Barcelona, Rom, Paris – vier Turniere, vier Endspiele oder besser. Sonst rutscht der Murcianer aus den automatischen Top-4-Setzungen bei den US-Open heraus.
Die Rechnung ist gnadenhaft. Im Vorjahr holte Alcaraz in der Clay-Saison 2024 vier Titel und zwei Final-Einzüge – 4.330 Punkte, die jetzt wie fallende Dominosteine drohen. Sinner, seinerseits verletzt, verlor 2023 nur in Rom und Paris Punkte – zusammen gerade einmal 1.200. Der Italiener kann nur gewinnen, Alcaraz nur verlieren.
Die Stimmung auf Instagram klang nach Kampf, aber die Körpersprache in Miami schrie nach Erschöpfung. „Ich werde es nächstes Jahr wieder versuchen“, postete er – ein Satz, der eher an Fans denn an das eigene Team gerichtet war. Denn: Nächstes Jahr ist in der Tennis-Welt eine Ewigkeit entfernt.
Die Clay-Tour beginnt in zwei Wochen mit dem ATP 500 in Barcelona, wo er Titelverteidiger ist. Dann folgt Madrid, wo er 1.000 Punkte einsammelte. Rom und Paris komplettieren den Sprint. Vier Turniere, vier Wochen, vier Mal Einzelsiege oder Chaos.
Die Uhr tickt. Die Schläger sind bereits in Europa, das Gepäck noch in Florida. Alcaraz flog direkt nach Hause, um „die Batterien zu laden“, wie er schreibt. Aber die Zeit lädt sich nicht mit ihm. In 30 Tagen entscheidet sich, ob der 21-Jährige im Sommer noch als Jäger oder als Gejagter in die Grand-Slams startet.
