Alavés vor elche: flores mahnt zur demut – und zur härte!
Viel zu früh feiert Alavés den Klassenerhalt nicht. Nach der deutlichen Niederlagegegen Athletic Bilbao steht am Samstag ein Endspiel beim Elche an. Trainer Quique Sánchez Flores warnt eindringlich vor Selbstüberschätzung – und fordert eine neue, kompromisslose Mentalität.
Die analyse: defensive schwächen und fehlende reife
Die 2:4-Klatschen gegen Athletic verdeutlichte einmal mehr die Probleme in der alavesischen Abwehr. Sánchez Flores sprach von einer „Fehlinterpretation des Spiels“ und einer mangelnden „Kontundenz“. Die Mannschaft ist das zerklüftetste Team der Liga, was die Torbilanz betrifft: 36 erzielt, 44 kassiert. Ein erschreckender Wert, der besonders durch die Art und Weise der Gegentore auffällt. „Es ist nicht nur die Anzahl, sondern auch die Art, wie wir Tore fangen, die uns Kopfschmerzen bereitet“, so der Coach.
Die fehlende Reife im Spiel der Mannschaft ist ein weiteres Ärgernis. „Uns fehlt es an der nötigen Erfahrung, um Spiele richtig einzulesen und uns vor unnötigen Fehlern zu bewahren“, kritisierte Sánchez Flores. Das führt zu Resultaten, die nicht der Leistung entsprechen, und zu einem unnötigen Druck.
Das Team agiert zwischen einem 4-4-2 und einem 5-3-2 System, aber der Trainer sieht das taktische System nicht als Hauptproblem. „Es ist nicht die Formation, die uns in Schwierigkeiten bringt, sondern die fehlende Härte und Entschlossenheit im Zweikampf.“
Auch im Dressingroom herrscht keine Panik, betonte Sánchez Flores, aber er ließ keinen Zweifel daran, dass er keine Weicheier duldet. „Wer zweifelt, hat keinen Platz hier. Wir müssen geschlossen auftreten und bis zum Schluss kämpfen.“

Elche: ein unangenehmer gegner erwartet alavés
Auch wenn Elche am Tabellenende steht, sollten die Alaves-Spieler sich nicht lumpen lassen. „Wir haben schon viele Spiele gegen Mannschaften bestritten, die den Ballbesitz wollen. Das ist nichts, was uns beunruhigt.“ Entscheidend wird sein, dass Alavés seine eigenen Absichten umsetzt und Elche unter Druck setzt. „Wir werden Szenarien vorbereiten, um Elche so unangenehm wie möglich zu gestalten.“ Eine hohe Pressingstrategie, die in der Vergangenheit bereits erfolgreich war, könnte eine Option sein.
Sánchez Flores schloss ein früheres Anspielen der Abwehrreihe aus. „Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist, die Gegner näher an die eigene Strafraumlinie zu locken. Alle Teams haben gute Stürmer. Wir brauchen Kontundenz, um das zu kompensieren.“
Die Wahrheit ist: Alavés muss punkten, um seine Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. 12 von 27 möglichen Punkten sind bisher auf dem Konto. Das ist nicht die Horrorbilanz, die viele befürchteten, aber es ist auch kein Grund zur Entspannung. Die kommenden drei Spiele werden entscheidend sein.
Die Spieler müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und alles geben, um den Abstieg zu vermeiden. Denn eines ist klar: Nur wer bis zum Schluss kämpft, hat eine Chance. Und Alavés muss jetzt zeigen, dass sie zu diesem Kampf bereit sind. Es gilt, die Vergangenheit zu vergessen und sich voll und ganz auf das nächste Spiel zu konzentrieren.
