Alajbegovic spaltet europa: juve, bayern und milan jagen den 18-jährigen
Kerim Alajbegovic ist noch kein Haushaltsname, doch hinter den Kulissen raufen sich Europas Top-Clubs um den jungen Flügelflitzer. 18 Jahre, 33 Pflichtspiele, 11 Tore – und ein Rückkaufrecht, das Bayer Leverkusen im Sommer ziehen wird.
Von köln über leverkusen nach salzburg – und direkt in die königsklasse der gerüchte
Der Bosnier mit deutschem Pass verließ als 13-Jähriger den 1. FC Köln, weil Leverkusen ihm eine Perspektive versprach. Dort wurde er vor einem Jahr für rund zwei Millionen Euro nach Salzburg weitergeschickt – inklusive Rückholzusage. Die soll sich binnen weniger Wochen bezahlt machen: Zwischen 15 und 20 Millionen Euro lautet der aktuelle Schätzwert, und das ist nur die Preisvorstellung der Österreicher, sollte der Werkself die Klausel nicht vorzeitig aktivieren.
Juventus hat ihre Scouting-Abteilung auf Hochtouren geschaltet. Wie TSV Pelkum Sportwelt erfuhr, war Federico Cherubini bereits zweimal in der Red-Bull-Arena, um sich ein Live-Bild zu machen. Milan-Beobachter ist sogar ein Drei-Spiele-Paket verordnet worden, Bayern München wiederum sieht in Alajbegovic den idealen Backup für Serge Gnabry und Leroy Sané – nur diesmal mit längerem Atem und bosnischem Nationalteam-Status.

Stilgemisch aus yildiz und wirtz, aber mit eigenem stempel
Salzburg selbst vergleicht ihn intern mit Florian Wirtz wegen der Übersicht im letzten Drittel. Italienische Agenturen mögen die Analogie zu Kenan Yildiz, weil beide dribbeln, als hätten sie Zeitlupe erfunden. Die Wahrheit liegt in der Statistik: 1,8 erfolgreiche Dribblings pro 90 Minuten, 2,3 Torschussaktionen – das ist Elite-Niveau für einen U-19-Spieler in der zweitstärksten Liga des Kontinents.
Und er trifft, wenn es brenzlig wird. Sein Doppelpack gegen Basel bescherte Salzburg den einzigen Europac-Sieg dieser Saison. Auch in der Bundesliga netzte er gegen Sturm Graz und LASK ein – keine Ergebniskosmetik, sondern Matchwinner-Qualitäten.

Bosnien jubelt, leverkusen kalkuliert, die konkurrenz wartet
Im September machte er sein Länderspieldebüt und schoss direkt gegen San Marino. Kein anderer Bosnier war jemals jünger und treffsicherer in einem offiziellen Spiel. Papa Semin, einst Kreisligastürmer in NRW, half ihm, die körperliche Reife voranzutreiben. Mama sorgt in Salzburg für heimische Küche – ein familiäres Umfeld, das Verletzungsrisiken und Pubertätsschwankungen abfedert.
Was folgt, ist ein Poker mit offenen Karten. Leverkusen wird die Rückkaufoption ziehen, das bestätigte Sportdirektor Simon Rolfes vor der Kamera von Sky Deutschland indirekt: „Wir behalten Talente im Blick, die wir einst ausgebildet haben.“ Heißt: Die Aspirine verleiht ihn sofort weiter, aber zum aktuellen Höchstpreis. Juve will ihn, Milan auch – doch Bayern steht als deutscher Klub schließlich am Start, der die Gehaltsstruktur und Perspektive bieten kann.
Alajbegovic selbst schweigt zu den Spekulationen. Er genießt die PlayStation, französischen Rap und den Blick auf die Alpen. Doch die Zahlen lügen nicht: Wer vor seinem 19. Geburtstag 33 Profipartien auf dem Buckel hat, darf träumen. Ob es Turin, Mailand oder München wird, weiß nur er – und vielleicht seine Mutter.
