Akanji: chivu hat mich zu einem besseren spieler gemacht!

Los Angeles – Manuel Akanji, der Schweizer Innenverteidiger, strahlt. Nicht nur wegen des Sieges gegen Bosnien und Herzegowina, sondern auch wegen der unerwarteten Verlängerung des Vertrages seines Trainers Simone Chivu bei Inter Mailand. Der Mann, der in der NFL-Arena SoFi Stadium zwischen zwei Welten steht – dem europäischen Fußball und der amerikanischen Football-Leidenschaft – plaudert exklusiv über seine Entwicklung, die Bedeutung von Chivu und seine heimliche Zuneigung zu den Atlanta Falcons.

Die chivu-revolution: mehr als nur taktik

Akanji, der in Mailand mit Christian Chivu, einem weiteren ehemaligen Nerazzurri-Star, über die NFL-Partien diskutiert, wurde im Anschluss an das Spiel gegen Bosnien von der Nachricht seines Trainers überrascht. „Ein wirklich schönes Gefühl!“, grinste er. Doch Akanji schätzt Chivu nicht nur als Trainer, sondern auch als Mentor. „Er hat mich in vielerlei Hinsicht weiterentwickelt und zu einem kompletten Spieler gemacht. Inter ist eine Art Universität, die einen in verschiedenen Bereichen wachsen lässt.“

Besonders hervorgehoben hat Akanji die Anpassung an ein Dreier-Abwehrsystem. „Das war im Verein neu für mich, obwohl ich es in der Nationalmannschaft schon kannte. Chivu hat mir geholfen, die Position besser zu verstehen und mit neuen Mitspielern zu harmonieren. Ich denke jetzt anders über Spielsituationen nach. Sollten wir in Zukunft sogar auf eine Fünferkette umstellen, wäre ich bestens vorbereitet.“

Die Freundschaft mit De Bruyne und die Zukunft in der Serie A. Akanji schwärmt von Kevin De Bruyne, sowohl als Freund als auch als Spieler. „Er ist ein außergewöhnlicher Fußballer und wird in der Serie A sicherlich noch viel bewegen können. Schade, dass er dieses Jahr so unglücklich war.“ Er würde sich freuen, gegen seinen Freund im belgischen Nationalteam spielen zu dürfen.

Mehr als nur ein sieg: die mentalität zählt

Mehr als nur ein sieg: die mentalität zählt

Nach der ersten, etwas glücklichen, Punktlandung gegen Katar gab es in der Schweiz Diskussionen. „Das gehört zum Geschäft“, so Akanji. „Wir haben auf dem Platz gezeigt, wie wir damit umgehen. Mit Geduld, Strategie und den richtigen Wechseln.“ Die Schweiz will den Gruppensieg. „Das würde uns bedeuten, dass wir auf dieser Seite der Welt bleiben – und die Reisen sind bisher gut machbar.“

Akanji betont die Bedeutung des Kollektivs: „Wir haben nicht die Weltklasse-Einzelspieler wie andere Nationen, aber wenn wir als Team kämpfen, können wir jeden schlagen.“

Und während er im SoFi Stadium, einem Stadion, das er als „unglaublich“ bezeichnet und das ihm sogar die NFL-Arenen in Georgia übertrifft, über seine Erfahrungen spricht, denkt Akanji an seine Nerazzurri-Kollegen. „Ich habe vor allem mit Dumfries, Calha und Bisseck gesprochen. Wir sind eine tolle Truppe und werden uns bald in San Siro wiedersehen.“

Die Hydration Breaks: Ein Störfaktor. Akanji ist kein großer Fan der neuen Hydration Breaks: „Sie reißen den Rhythmus aus dem Spiel. Für ein Mannschaft, die gerade kämpft, kann eine Pause hilfreich sein, aber sie unterbricht auch einen guten Lauf.“

Akanji lächelt. Er ist ein „Football Guy“, der zwischen zwei Welten agiert, aber eines ist klar: Seine Loyalität gilt dem Team, dem Trainer und dem Streben nach weiteren Titeln mit Inter. Und während der Rest der Welt über die Zukunft der Fußballwelt diskutiert, konzentriert sich Akanji auf das Wesentliche: Den nächsten Sieg und die Freude am Spiel.