Adler mannheim zerlegen bremerhaven mit 5:2 und zeigen: sie sind bereit für den titel

Mannheim schlägt sofort zu. Bevor Bremerhaven überhaupt merkt, dass die Playoffs begonnen haben, flattert bereits das erste Puck im Tor. Marc Michaelis trifft nach 138 Sekunden, Kris Bennett baut die Führung aus, und die Fischtown Pinguins laufen hinterher wie ein Junioren-Team, das zum ersten Mal auf Eis steht.

Frühes 2:0 bedeutet nicht nur vorsprung, sondern k.o.-stimmung

Die Zahlen sind hart: Nach dem ersten Drittel steht ein 2:0 auf der Anzeigetafel, aber die Wirkung ist eine andere – es fühlt sich an wie 4:0. Bremerhaven verliert zwölf der ersten 15 Bullys, bekommt drei Strafzeiten und kassiert zwei Goals aus dem Slot. Trainer Thomas Popiesch wechselt komplett durch, doch selbst die neuen Reihen finden keine Antwort auf Mannheims aggressives 1-3-1.

Die einzige Erinnerung an Offensive kommt vom Powerplay. Phillip Bruggisser netzt in der 25. Minute ein, doch die Hoffnung währt 257 Sekunden. Nicolas Mattinen jagt einen Abpraller aus kurzer Distanz zum 3:1 ins Netz, Luke Esposito erhöht mit einem Handgelenkschuss aus dem rechten Kreis. 4:1 nach 34 Minuten – die Partie ist gelaufen, bevor sie richtig begonnen hat.

Proske und bettahar liefern sich katz-und-maus-spiel

Proske und bettahar liefern sich katz-und-maus-spiel

Im Schlussdrittel will Bremerhaven wenigstens die Ehre retten. Yannick Proske trifft zum 5:1, Rayan Bettahar antwortet 61 Sekunden später. Es ist das schnellste Gegentor der Saison für die Adler, aber es ändert nichts am Ergebnis. Die Kurpfälzer kontrollieren das Tempo, lassen keine zweite Welle zu und schicken 7.412 Fans mit der Gewissheit nach Hause, dass Spiel eins nur der Auftakt eines kurzen Viertelfinals ist.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Mannheim gewinnt 58 Prozent der Face-offs, schießt 38 Mal aufs Tor und limitiert Bremerhaven auf unter 25 Scoring Chances. Dennis Endras im Kasten der Adler muss nur zweimal zucken – ein Querverweis auf die Defensivarbeit des gesamten Teams. Popiesch wird die Videoanalyse nicht vor Mitternacht beenden, denn am Freitag wartet in der Eisarena Bremerhaven bereits Spiel zwei. Die Pinguins müssen gewinnen, sonst droht eine 0:2-Falle, aus der in der DEL noch kein Team entkommen ist.

Mannheim dagegen kann sich zurücklehnen – zumindest für eine Nacht. Die Adler haben ihre Botschaft abgeliefert: Wer den Titel will, muss an ihnen vorbei. Und das wird richtig weh tun.