Adler mannheim wollen 0:3-fluch brechen und geschichtsbücher umschreiben
Die Adler Mannheim schlagen zurück. Mit einem 4:3 nach Verlängerung in Berlin haben sie das Finale gegen die Eisbären noch nicht aufgegeben – und wollen nun das Unmögliche möglich machen.
Mannheim rettet sich in die verlängerung und hält die serie am leben
Luke Esposito traf in der 84. Minute. Ein Tor, das mehr war als nur ein Treffer – es war ein Statement. Die Adler standen mit dem Rücken zur Wand, 0:3 im Serienstand, keine Mannschaft in der DEL-Geschichte hatte je ein solches Loch noch gedreht. Doch genau das wollen sie jetzt. „Wir haben nichts mehr zu verlieren“, sagte Kapitän Marc Michaelis nach dem Spiel. Und das spürte man auf dem Eis.
Die ersten drei Spiele waren geprägt von Nervosität, von zu viel Wille, zu viel Druck. Die Adler hatten sich selbst blockiert. Doch in Spiel vier kamen sie befreit auf. Trainer Dallas Eakins schmiss sein Lineup um, brachte mit Hayden Shaw, Tobias Fohrler und Johan Mattsson drei Spieler, die zuvor keinen Einsatz gegen Berlin hatten. Risiko? Vielleicht. Aber es funktionierte. „Wir wollten zusätzlichen Nervenkitzel ins Spiel bringen“, sagte Eakins. Der Erfolg gab ihm recht.

Nun steht spiel fünf an – und die adler wissen: es geht ums ganze
Am Sonntag um 16:30 Uhr ist wieder Heimspiel in Mannheim. Verlieren sie, ist die Saison vorbei. Gewinnen sie, lebt der Traum weiter. „Wir denken nicht an 0:3, wir denken an das nächste Spiel“, sagt Michaelis. Das ist keine Standardfloskel – es ist die einzige Denkweise, die jetzt zählt.
Die Eisbären Berlin hingen in Spiel vier mit 3:2 in Front, verloren den Vorsprung in der Schlussphase, kassierten das späte Ausgleichstor und mussten dann in der Overtime den K.o. hinnehmen. Für sie ist der Druck nun größer geworden. Sie wollten feiern, mussten aber mit leeren Händen vom Eis. Das kann mental nageln.
Die Adler haben nicht nur ein Spiel gewonnen – sie haben sich selbst wieder ins Rennen gebracht. Noch ist der Weg zum Titel weit, aber sie haben bewiesen: Sie sind nicht bereit, sich ohne Kampf zu ergeben. Und das ist der erste Schritt zu etwas Historischem.
