Adidas droht der nächste mega-coup: champions-league-ball wechselt zu nike
Die Ikone mit den Sternen wird ersetzt. Nach 25 Jahren droht Adidas den lukrativsten Ball der Welt zu verlieren. Die UEFA verhandelt exklusiv mit Nike über die Rechte für die Champions League von 2027 bis 2031 – ein Schlag gegen die Franken, die sich gerade erst vom DFB-Ausrüster verabschieden mussten.
Warum der deal nike 40 millionen wert ist
Die Zahl steht in den Unterlagen, die die Financial Times einsehen konnte: 40 Millionen Euro pro Saison. Das ist die doppelte Summe, die Adidas bisher zahlt – und sie beinhaltet nicht nur die Königsklasse, sondern auch Europa League und Conference League. Die Verhandlungen führt die New Yorker Agentur Relevent, die Decathlon abgelöst hat und erstmals für die Klubvereinigung EFC und die UEFA am Tisch sitzt.
Adidas hatte das Feld 1999 von Nike übernommen, als der „Sternen-Ball“ das Markenzeichen der Champions League wurde. Nun droht die Rückkehr des Swoosh aufs grüne Rasen-Monopol. Für Adidas ein zweiter Rückschlag binnen zwei Jahren: 2025 verliert der Konzern nach über sieben Jahrzehnten den DFB-Ausrüstervertrag – ebenfalls an Nike, ebenfalls nach einem Gebot, das die bisherige Summe verdoppelte.

Was bleibt: em, wm und frauen-cl
Der Verlust tut weh, ist aber nicht das Aus. Adidas liefert weiter alle Bälle für FIFA-Turniere, die Europameisterschaft und die Frauen-Champions-League. Ab Sommer 2025 rollt außerdem wieder der adidas-Ball in der 1. und 2. Bundesliga – Derbystar muss weichen. Doch die Reichweite der Männer-CL ist unerreicht: 450 Millionen TV-Zuschauer pro Spieltag, ein globes Schaufenster, das Nike sich mit einem einzigen Federstrich sichert.
Herzogenaurach reagiert gelassen. „Wir prüfen alle Optionen“, heißt es intern. Mehr nicht. Die Aktionäre werden die Nachricht am Montag verarbeiten müssen, denn der Markt honoriert solche Prestige-Pleiten sofort. Der Aktienkurs fiel nachbörslich um 1,8 Prozent – wenig, aber symbolisch.
Am Ende zählt nur eins: Wer den Ball kontrolliert, kontrolliert das Bild. Und dieses Bild wird künftig mit einem großen Nike-Swoosh im Mittelpunkt stehen. Adidas muss sich damit trösten, dass zumindest die drei Streifen auf den Trikots der Spieler bleiben – wenn auch nicht mehr auf denen der Nationalmannschaft. Der Wind hat sich gedreht. Mal wieder.
