Adam scott schreibt golf-geschichte: 100. major in serie – und nur nicklaus liegt vor ihm

Adam Scott hat es wieder geschafft. Nach dem PGA Championship steht der Australier auf Rang 49 der Welt, damit sicher im Feld des US Open vom 18. bis 21. Juni. Es wird seine 100. Major-Teilnahme in Folge. Nur Jack Nicklaus blickt von ganz oben darauf hinab: 146 Grand-Slam-Turniere ohne Unterbrechung, 36 Jahre lang.

Die zahlen hinter der serie

Die Reise begann beim Open Championship 2001, seit 2002 fehlt Scott bei keinem US Open mehr. 2013 krönte er sich in Augusta zum Masters-Champion. Die einzige ernsthafte Bedrohung der Serie: 2008, Handbruch vor Torrey Pines – er spielte trotzdem, beendete das Turnier auf T26. Wer einmal dachte, das sei eine statistische Fußnote, hat die Mentalität von Spitzensportlern unterschätzt. Für Scott ist jede Startgebühr ein Versprechen an sich selbst.

Der Cut-Verpasser im letzten Wochenende in Aronimink hätte ihn aus den Top 60 kippen können. Es reichte gerade noch. Die Maschine läuft weiter.

Spanien verpasst die schnellstraße

Spanien verpasst die schnellstraße

Während Scott die Historie buchstabierte, schrieben drei Iberer in Dallas ihre Namen auf die Warteliste – und mussten sie wieder ausradieren. Sergio García (141 Schläge), Josele Ballester (140) und Eugenio López-Chacarra (139) verpassten im lokalen Qualifikations-Play-off den US-Open-Einzug. Chacarra verlor ein Lochschlag-duell, Ballester zwei. García, der 2017 in Erin Hills noch jubelte, schaute diesmal in die Röhre.

Positiver Blick: Rocco Repetto und Ángel Hidalgo schafften es in England, treten damit neben Jon Rahm und David Puig als Spanier in Shinnecock Hills an. Elf weitere Qualifikations-Turniere sind noch offen – zehn in den USA, eines in Kanada, eines in Japan. Die Tür ist nicht zugeschlagen, nur eben einen Spalt enger geworden.

Die Serie von Scott dagegen bleibt offen. Nächste Station: Pinehurst. Wer wetten will, sollte sich beeilen – bei 101 wird die Quote nur noch schlechter.