Acosta legt rivalität hinter sich – barcelona wird zur echten härtetest
Pedro Acosta hat den internen Disput mit Fabio Di Giannantonio im französischen GP hinter sich gelassen, doch die Erwartungen an das kommende Rennen in Barcelona sind gedämpft. Der junge Spanier blickt nach vorne, während Di Giannantonio sich keine großen Hoffnungen macht – ein realistischer Blick auf eine anspruchsvolle Strecke.
Die hitzige auseinandersetzung in le mans ist vergessen
Die hitzige Auseinandersetzung zwischen Acosta und Di Giannantonio nach dem GP von Frankreich scheint beigelegt. Acosta äußerte sich in deutlicher Weise: „Ich denke, es ist an der Zeit, dieses Thema hinter uns zu lassen. Es war schließlich nur ein Kampf um Position vier, und wir beide hätten uns schämen müssen, wegen eines solch geringen Vorteils solche Szenen zu inszenieren.“ Die Situation, so Acosta, sei Teil des Rennsports gewesen, auch wenn sie ungewöhnlich intensiv war. Er betonte, dass solche Auseinandersetzungen zwar für das Bild der MotoGP-Serie gut sein können, aber nicht die Energie kosten sollten, die man für das Rennen selbst benötigt. Seine Beziehung zu Di Giannantonio beschrieb er als „politisch korrekt“.

Barcelona: aprilia-dominanz und realismus
Trotzdem warnt Acosta vor zu großen Erwartungen für das Rennen in Barcelona. „Wir haben im ersten Jahr hier einen guten Eindruck hinterlassen, bin zwar gestürzt, aber es war vielversprechend. Allerdings müssen wir vorsichtig sein, denn nach Le Mans ist das Problem mit den Reifen wieder aufgetaucht – eine weitere Frage, die wir beantworten müssen.“ Er plant, mit dem gleichen Vorderreifen zu fahren wie seine Teamkollegen und ist sich bewusst, dass Aprilia auf dieser Strecke traditionell stark ist, selbst in Zeiten, als die Marke noch nicht das Niveau von heute erreichte. „Wir müssen realistisch sein: Ich schätze, dass die vier Aprilias und fünf Ducatis vor uns sein werden, und wir werden wohl als Neunte oder Zehnte ins Ziel kommen.“ Ein Top-Ten-Ergebnis wäre für Acosta ein Erfolg.

Schwierige bedingungen und ein blick auf márquez
Die Strecke in Barcelona neigt dazu, die Reifen zu verschleißen, was das Rennen zu einem echten Test für Fahrer und Maschinen macht. „Es scheint, dass die Bedingungen hier etwas ausgleichen. Letztes Jahr hatten die beiden Aprilias mit Reifenproblemen zu kämpfen, und ich bezweifle, dass das dieses Jahr bei allen vier der Fall sein wird.“ Alex Márquez, der in Jerez gewonnen hat, könnte auch in Barcelona eine wichtige Rolle spielen. Acosta äußerte zudem seine Freude über die Rückkehr von Marc Márquez: „Es ist schön zu sehen, wie er sich erholt und wieder Spaß am Fahren hat. Je schneller er zurückkehrt, desto besser.“
Die kommenden Rennen werden zeigen, ob Acosta seine realistischen Erwartungen übertreffen kann. Eines ist jedoch sicher: Der junge Spanier hat gelernt, die Rivalität im Rennsport zu akzeptieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – das Streben nach dem bestmöglichen Ergebnis.
