Ac milan: der traum von der meisterschaft schwindet – eine analyse

Ac milan: der traum von der meisterschaft schwindet – eine analyse

Der AC Milan hat den Kampf um den Scudetto, die italienische Meisterschaft, so gut wie aufgegeben. Nach einer vielversprechenden Hinrunde haben Unbeständigkeiten, insbesondere im eigenen Stadion, die Hoffnungen auf den Titel erheblich geschmälert. Trotz aller Anstrengungen ist die Lücke zur Spitze zu groß geworden, um sie noch aufzuholen. Die Enttäuschung ist groß, doch eine ehrliche Analyse der Gründe ist nun unerlässlich.

Die schwache heimbilanz als knackpunkt

Ein entscheidender Faktor für den Rückfall des AC Milan ist die enttäuschende Performance im San Siro. Während die Mannschaft auswärts überzeugte und in 13 Spielen 29 Punkte einfuhr – ein Wert, den nur Bayern München in der europäischen Spitze übertreffen konnte – tat sich der Milan zu Hause schwer. Mit lediglich 23 Punkten aus 13 Spielen im eigenen Stadion liegt man weit hinter Konkurrenten wie Inter, Napoli, Rom, Atalanta und Juventus zurück. 18 Tore erzielte der Milan im eigenen Stadion, während es auswärts 23 waren. Auch die Defensive leidet unter der Heimbilanz mit 11 Gegentoren im Vergleich zu 9 auswärts.

Die schwäche gegen kleinere teams

Die schwäche gegen kleinere teams

Besonders gegen vermeintlich schwächere Gegner im San Siro haderte der AC Milan mit der Entschlossenheit. Wenn Teams mit dem klaren Ziel ins Stadion kamen, sich defensiv zu stabilisieren und das Ergebnis zu halten, fand der Milan kaum Mittel, die gegnerische Abwehr zu knacken. Diese Unfähigkeit, die eigene Dominanz in Tore umzuwandeln, kostete wichtige Punkte.

Rückschläge im herbst und winter

Rückschläge im herbst und winter

Der erste nennenswerte Rückschlag ereignete sich im Oktober. Trotz des positiven Saisonstarts folgten drei Unentschieden gegen Juve, Pisa und Atalanta sowie ein einziger Sieg gegen Fiorentina. Der Milan rutschte vom ersten auf den vierten Platz ab. Ähnlich verlief der Januar: drei Unentschieden gegen Genoa, Fiorentina und Rom sowie zwei Siege gegen Cagliari und Lecce. Während man Anfang 2026 noch auf dem zweiten Platz mit einem Spiel Rückstand lag, beendete man Januar als Zweiter mit einem Rückstand von 5 Punkten auf den Tabellenführer Inter.

Der schmale kader und verletzungen

Der schmale kader und verletzungen

Ein weiterer Faktor, der zur Verkomplizierung der Situation beitrug, war der überschaubare Kader. Mit lediglich 19 Feldspielern (später auf 20 erweitert) war die Personaldecke zu dünn, selbst ohne die Belastung durch internationale Wettbewerbe. Verletzungen von Schlüsselspielern wie Rabiot und Pulisic, sowie weitere Ausfälle wie Leão, schwächten die Mannschaft zusätzlich. Auch einige Ersatzspieler, wie Athekame und De Winter, brauchten zu lange, um sich zu entwickeln, während andere, wie Odogu, keine Chance bekamen.

Taktische defizite und allegri’s ansatz

Taktische defizite und allegri’s ansatz

Trotz der Verpflichtungen von erfahrenen Spielern wie Modric und Rabiot bleibt der AC Milan eine Mannschaft, die auf schnelles Umschaltspiel und Konter angewiesen ist. Trainer Allegri bevorzugt diese Spielweise, doch der Kader ist nicht optimal darauf ausgelegt, gegen tief stehende Gegner eigene Spielkontrolle zu übernehmen. Auch die Entscheidung, im Spiel gegen Parma weiterhin auf das 3-5-2 System zu setzen, obwohl ein 4-3-3 mehr Offensivpower hätte bieten können, wurde kritisiert.

Fazit: eine saison zum vergessen?

Der Traum vom Scudetto ist für den AC Milan in dieser Saison geplatzt. Die schwache Heimbilanz, die Unbeständigkeit gegen kleinere Teams, der schmale Kader und taktische Defizite trugen zu diesem Rückschlag bei. Es bleibt abzuwarten, wie die Verantwortlichen auf diese Entwicklungen reagieren und welche Veränderungen im Sommer vorgenommen werden, um in der kommenden Saison wieder um den Titel mitspielen zu können. Die Fans hoffen auf eine schnelle und nachhaltige Verbesserung.