Abstiegskrimi in nürnberg: guttenberger fordert kampf gegen hsv

Die Luft in Nürnberg wird dünner. Der 1. FC Nürnberg steht vor einem brisanten Bundesliga-Duell gegen den Hamburger SV, das drohende Aus in der Liga hängt wie ein Damoklesschwert über den Fans. Kapitänin Luisa Guttenberger mahnt nun zur Ruhe, betont aber gleichzeitig die Wichtigkeit des kommenden Spiels im Max-Morlock-Stadion.

Geduld und konzentration gefragt

Die Länderspielpause hat den Rhythmus der Bundesliga-Teams durcheinandergebracht, doch für den FCN gilt es, sich schnell wieder zu fokussieren. „Wir sind bereit“, so Guttenberger im BR24Sport-Interview. „Klar haben wir eine gute Ausgangsposition, aber es kann auch extrem schnell wieder anders ausschauen.“ Vier Punkte Vorsprung auf den HSV und sieben Zähler auf die direkten Abstiegsplätze – die Ausgangslage ist zwar vermeintlich komfortabel, doch die Leistungen der Rückrunde lassen zu wünschen übrig. Nur vier Punkte aus neun Spielen sind eine bittere Bilanz.

Heimstärke als trumpf

Heimstärke als trumpf

Ein Lichtblick: Die Heimspiele. „Ich liebe Heimspiele. Ich freue mich da immer noch ein Ticken mehr drauf, wenn das vor der Tür steht“, erklärt Guttenberger. Die Unterstützung der Fans im Max-Morlock-Stadion soll nun der entscheidende Faktor sein. Der 2:1-Sieg im Hinspiel gegen den HSV gibt zudem ein positives Gefühl. „Das hat ein Momentum ausgelöst, wo man sagt: 'Okay hey, wir gewinnen auch die wichtigen Partien.'“

Defensive muss sich fangen

Defensive muss sich fangen

Trotz der positiven Aussagen gibt es auch Baustellen. Mit 53 Gegentoren stellt der FCN die löchrigste Abwehr der Liga. „Im Defensivverhalten haben wir sowohl in der Hinrunde als auch in der Rückrunde viel Lehrgeld bezahlt“, räumt Guttenberger ein. Die Nürnbergerinnen müssen nun ihre Fehler abstellen und geschlossen verteidigen. Trainer Thomas Oostendorp ruft daher zur Ruhe auf und fordert, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. „Jede Spielerin weiß, was dieses Spiel auch für eine Wirkung und Wichtigkeit hat.“

Der HSV ist kein leichter Gegner, wie Guttenberger betont: „Es ist eine Mannschaft, die wirklich nicht einfach zu bespielen ist.“ Das Duell am Freitag wird zeigen, ob die Clubfrauen den Abstiegskampf überleben können. Denn eines ist klar: Es geht um alles.