Abschied mit glanz? hornkes letztes pokalfinale in magdeburg
Ein Handball-Kult geht zu Ende: Tim Hornke bestreitet am Wochenende sein letztes DHB-Pokalfinale. Nach einer außergewöhnlichen Karriere bei den Elbestädtern steht für den Rechtsaußen ein emotionaler Abschied vor der Tür – kann er mit dem SC Magdeburg noch einmal den Titel holen?

Eine bindung, die mehr als nur handball ist
Für Hornke ist Magdeburg mehr als nur ein Sportort. Wie er in einer MDR-Dokumentation verriet, hat er hier einen Großteil seines Lebens verbracht. „Ich habe mittlerweile einen Großteil meines Lebens hier verbracht. Das ist die Stadt, wo ich meine Frau kennengelernt habe, wo meine Kinder zur Welt gekommen sind, wo ich eine sehr glückliche, erfolgreiche Handballkarriere erleben durfte. Von daher bedeutet mir die Stadt sehr viel“, so der 35-Jährige. Seine Verbundenheit zu Magdeburg ist tief verwurzelt, eine Geschichte, die über die sportlichen Erfolge hinausgeht.
Zweifache Deutsche Meisterschaft, zweimal ChampionsLeague, drei Klub-Weltmeisterschaften und einmal der DHB-Pokal – die Trophäensammlung mit den Elbestädtern ist beeindruckend. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm dabei der erste Deutsche Meistertitel 2022: „Ich fand immer unsere erste Deutsche Meisterschaft 2022 sehr, sehr emotional, weil es auch wirklich eine lange Phase war, wo wir wussten, wir müssen jetzt jedes Spiel gewinnen, damit wir am Ende dieses Ziel erreichen.“ Eine Zeit des Kampfes und der Entschlossenheit, die sich in einem historischen Titel niederschlug.
Am Samstag steht nun das Halbfinale gegen den Bergischen HC an (18:45 Uhr). „Vom Papier her scheint das immer sehr klar zu sein, aber das Halbfinale muss dann auch erst mal gespielt werden und auch da müssen wir natürlich an unsere Leistungsgrenze kommen“, mahnt Hornke, der sich bewusst ist, dass der Weg zum Titel noch lang ist. Sollte es zum Finale reichen, winkt ihm die Chance auf einen perfekten Abschluss.
Was seine Zukunft nach der Handballkarriere angeht, so hält sich Hornke noch bedeckt. „Was ich verraten kann und was ich sagen kann, ist, dass es nichts mit dem Handball zu tun haben wird, aber ich hier in Magdeburg bleiben werde“, gibt er preis. Stattdessen plant er, ab Sommer die Nachwuchsmannschaft seines Sohnes zu trainieren – ein neues Kapitel im Leben des gebürtigen Magdeburgers, das seine Leidenschaft für den Sport auf eine andere Art und Weise weiterleben lässt. Die Entscheidung, in Magdeburg zu bleiben, unterstreicht erneut seine tiefe Verbundenheit zur Stadt und zum Verein.
