Abschied in münchen: abeltshauser beendet eishockey-ära

Schock für die Roten: Nach mehr als einem Jahrzehnt gemeinsamer Erfolge geht Konrad Abeltshauser vom EHC Red Bull München. Der Verteidiger wird die kommende Saison nicht mehr im Dress der Ismaninger auflaufen, wie der Verein am Freitag bestätigte. Ein Kapitel geht zu Ende, das die DEL-Geschichte nachhaltig geprägt hat.

Eine legende verlässt den ehc

Eine legende verlässt den ehc

571 Spiele in der Liga – nur Maximilian Kastner (587) trug die Farben des EHC Red Bull München öfter als „Koni“ Abeltshauser. Doch es sind nicht nur die Zahlen, die seine Bedeutung unterstreichen. Christian Winkler, Managing Director Sports beim EHC, brachte die Stimmung in Worte: „Was ‚Koni‘ auf und neben dem Eis geleistet hat, ist kaum in Worte zu fassen. Er war in jeder Situation ein echtes Vorbild.“ Ein Abschied, der weh tut, denn Abeltshauser verkörperte die Werte des Vereins wie kaum ein anderer.

Der 36-Jährige kam im Januar 2016 von den Chicago Wolves (AHL) nach Bayern und feierte im roten Dress eine glorreiche Zeit. Vier Meistertitel (2016, 2017, 2018, 2023) und der Auftritt in der Champions League 2019, wo er mit seinen Leistungen begeisterte, sind nur einige Highlights. 2017 wurde er zu Recht als DEL-Verteidiger des Jahres ausgezeichnet – eine Anerkennung für seine Konstanz und sein taktisches Verständnis.

Aber es ist nicht nur die Vergangenheit, die im Fokus steht. Der Aus im Playoff-Halbfinale gegen die Adler Mannheim markierte das bittere Ende einer Ära und offenbarte gleichzeitig, dass sich der Verein in einem Umbruch befindet. Neben Abeltshauser verlassen auch Nikolaus Heigl, Vadim Schreiner, Simon Wolf, Dillon Heatherington und Alberts Smits den Verein. Ein tiefgreifender Wandel, der den Fans eine ungewisse Zukunft beschert.

Die Frage, die nun im Raum steht: Kann der EHC Red Bull München ohne seine Abwehr-Ikone weiterhin an der Spitze der DEL mithalten? Die Antwort wird sich in der kommenden Saison zeigen. Die Konkurrenz schläft nicht und die Herausforderungen sind groß. Die sportliche Leitung muss nun einen Weg finden, das entstandene Vakuum zu füllen und die Lücke, die Konrad Abeltshauser hinterlässt, zu schließen.