Abreus geniestreich: sohn imitiert legendären 'no-gol'

Die Fußballwelt erinnert sich – und die Familie Abreu erlebt gerade eine fast surreale Wiederholung. Während Vater Sebastián Abreu für den berühmt-berüchtigten 'No-Gol' bei San Lorenzo in Erinnerung geblieben ist, sorgt nun sein Sohn Diego für neue Schlagzeilen, die an die skurrile Genialität seines Vaters erinnern. Ein Tor, das die Fußballwelt kurz innehaltete – und nun in der Familie Abreu eine neue Generation inspiriert.

Ein erbe, das mehr ist als nur fußball

Sebastian Abreu, ein Wanderspieler par excellence, trug in seiner Karriere 31 (!) Trikots von 11 verschiedenen Vereinen – von Real Sociedad bis hin zu Gremio. Ein Fußballleben, das seinesgleichen sucht. Doch der Moment, der ihn unsterblich machte, war zweifellos der verfehlte Elfmeter für San Lorenzo, der zu einem der prägendsten Bilder des Fußballs der 90er Jahre wurde. Der Kommentar von Marcelo Araujo, der den Moment mit ungläubigem Ausruf kommentierte, hallt bis heute wider: „Montenegro, Galetto, Silas, Montenegro, Silas, Abreu und es ist gol de Abreu, es gol de Abreu, es gol de Abreu… ¡Abreu!“

Doch nun hat die Geschichte eine überraschende Wendung genommen. Sein Sohn Diego, ebenfalls ein talentierter Stürmer, hat gerade ein Tor erzielt, das dem legendären 'No-Gol' in seiner Dramatik und seinem unkonventionellen Charakter in nichts nachsteht. Das Talent des jungen Diego, der nun unter der Anleitung seines Vaters bei den 'Xolos' de Tijuana spielt, scheint das Erbe seines Vaters aufzugreifen – und neu zu interpretieren.

Vom vater zum sohn: eine ungewöhnliche trainer-schüler-beziehung

Vom vater zum sohn: eine ungewöhnliche trainer-schüler-beziehung

Die Verpflichtung von Diego durch Tijuana für eine Ablösesumme von 430.000 Euro war bereits eine Meldung für sich. Doch die Tatsache, dass er nun von seinem eigenen Vater trainiert wird, verleiht der Situation eine zusätzliche Dimension. „Es ist ungewöhnlich, dass mein Vater mein Trainer ist, aber ich werde mich daran gewöhnen“, so Diego Abreu. Die familiäre Dynamik scheint jedoch zu funktionieren, wie das Tor gegen Pachuca eindrucksvoll bewies.

Diego empfing einen perfekten Pass von Ramiro Arciga, ließ den Torwart aussteigen und zeigte dann, mit eiskalter Präzision, eine Bewegung, die an seinen Vater erinnerte: Er kehrte zurück, ließ zwei Verteidiger alt aussehen und schob den Ball schließlich über die Linie. Ein Tor, das nicht nur die Fans begeisterte, sondern auch die stolze Miene seines Vaters entlockte, der sofort zu ihm eilte, um ihn zu umarmen. „Der Trainer, mein Vater, sagt mir, dass ich in solchen Momenten einen Moment länger zögern soll. Und es war notwendig, weil immer ein Verteidiger auftauchte, wenn ich schießen wollte. Es war ein Mittel, mehr als eine Dekoration, und zum Glück ist es reingegangen“, erklärte Diego.

Sebastian Abreu selbst zeigte sich sichtlich stolz: „Ein Tor, ein echter Knaller! Irgendwann hat er mich gesehen, irgendwann war er im Stadion. Irgendetwas muss ihm geblieben sein. Ich bin stolz.“ Während Sebastián Abreu in seiner aktiven Karriere die uruguayische Nationalmannschaft repräsentierte, wählt Diego einen anderen Weg: „Ich möchte mit diesem Trikot Tore schießen und, wenn Gott will und meine Leistung gut ist, in die mexikanische Nationalmannschaft zurückkehren.“

Die Geschichte der Abreus ist mehr als nur eine Fußballgeschichte. Es ist eine Geschichte über Familiensinn, Ehrfurcht vor der Tradition und die Weitergabe eines einzigartigen Fußballerlebnisses – das mit einem legendären 'No-Gol' begann und nun mit einem neuen, aufstrebenden Talent seinen Lauf nimmt.