Abdilaahi: eiskalte maschine für los angeles?

Mohamed Abdilaahi, Deutschlands Hoffnungsträger im Langstreckenlauf, hat ein klares Ziel vor Augen: Die Weltspitze. Doch auf dem Weg dorthin fehlt ihm, so der deutsche Rekordhalter selbst, noch die nötige Kälte. Ein Geständnis, das vor seinem nächsten Diamond-League-Auftritt in WEB.DE News die Frage aufwirft: Kann Abdilaahi seine Emotionen zügeln und sich in eine unaufhaltsame Maschine verwandeln?

Der weg zur perfektion: mehr als nur rekorde

Der weg zur perfektion: mehr als nur rekorde

Der 3000-, 5000- und 10.000-Meter-Rekordhalter spricht offen über seine Ambitionen. „Ich muss noch abgeklärter, noch abgezockter werden“, erklärt Abdilaahi. „Auf gut Deutsch: Ich muss eine eiskalte Maschine werden.“ Es sind keine leeren Worte, sondern das Eingeständnis, dass der mentale Aspekt im Hochleistungssport mindestens genauso wichtig ist wie die körperliche Fitness. Die jüngsten Erfolge, insbesondere sein Rekordlauf über 3000 Meter in Shanghai, zeigen zwar sein enormes Potenzial, doch der Weg zur absoluten Weltspitze ist noch lang.

Abdilaahi scheint jedoch zuversichtlich. „Ich habe das Gefühl, dass nicht mehr unglaublich viel fehlt“, so der Athlet. „Natürlich muss ich mich weiterentwickeln, aber ich merke Schritt für Schritt, dass ich immer näher rankomme.“ Sein Blick richtet sich klar auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles und die Weltmeisterschaften 2027. Dort will er um Medaillen kämpfen – und dafür arbeitet er hart.

Am Samstag (ab 11.15 Uhr/Sporteurope.tv) steht das nächste Diamond-League-Meeting an, bei dem Abdilaahi seinen deutschen Rekord über 5000 Meter ins Visier nimmt. Es wird ein Test für seine mentale Stärke, ein Beweis dafür, ob er tatsächlich in der Lage ist, die Emotionen auszublenden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Konkurrenz ist groß, der Druck enorm. Aber Abdilaahi hat sich diesen Druck erarbeitet und scheint bereit, ihn zu meistern.

Die Zahl spricht für sich: Seine bisherigen Rekorde sind ein deutlicher Beweis für seinen Fortschritt. Aber die Weltspitze ist ein hartes Pflaster. Nur wer die Fähigkeit besitzt, unter Druck ruhig und besonnen zu agieren, kann dort bestehen. Abdilaahi weiß das. Und er arbeitet daran. Die Leichtathletik-Welt wird gespannt sein, ob er seine Verwandlung in eine „eiskalte Maschine“ vollziehen kann.